Stiftung gegen Jugendgewalt startet mit gutem Grundstock

Er rottete 73 Jahre auf dem Grund des Lago Maggiore vor sich hin: ein Bugatti aus dem Jahre 1925. Mitte 2009 wurden die Reste des Fahrzeugs aus dem Schlamm ans Tageslicht gehievt, um den Wagen für einen guten Zweck zu versteigern.

Zukunft offen
260.500 Euro zahlte ein Käufer für das Wrack. Der neue Eigentümer will den Wagen wohl einem Museum zur Verfügung stellen. Ob der Bugatti restauriert wird, ist offen: Laut dem versteigernden Auktionshaus Bonhams sind gerade noch 20 Prozent des Schrotthaufens wiederverwendbar – der Bau einer ,Eins-zu-Eins"-Replik wäre genauso teuer wie eine Restauration.

Für die Fondazione Damiano Tamagni
Viel wichtiger als die Zukunft des Bugatti ist, dass der Stiftung namens ,Fondazione Damiano Tamagni" nun ein ordentliches Startkapital zur Verfügung steht. Bei Bonhams hatte man im Vorfeld der Versteigerung mit einem Erlös von bis zu 90.000 Euro gerechnet – die tatsächlich erzielte Summe liegt beinahe dreimal höher. Damiano Tamagni war Mitglied des Tauchklubs, der den Bugatti auf dem Seegrund in 53 Meter Tiefe entdeckte. Anfang 2008 wurde Tamagni von Jugendlichen bei einem Überfall umgebracht. Deshalb setzt sich die neu gegründete Stiftung mit Tamagnis Namen gegen Jugendgewalt ein.

Bildergalerie: Rost versilbert