Power-Limousine soll stärker und trotzdem sparsamer werden

Manchmal ist es zu bedauern, dass Fotos keinen Ton haben. Beim allerneuesten Erlkönig von BMW, der momentan in Skandinavien unterwegs ist, wäre ein sehr sportlicher Sound die Begleitmusik. Im verschneiten Norden wird der nächste M5 getestet.

Mehr Power, weniger Verbrauch
Das Vorhaben der BMW-Techniker klingt wie die Quadratur des Kreises: Mehr Leistung bei gleichzeitig geringerem Verbrauch. Aus diesem Grund wird auf den bislang im M5 verwendete Fünfliter-V10 mit 507 PS verzichtet. Stattdessen soll der bereits aus dem X5 M und X6 M bekannte V8-Doppelturbo mit Registeraufladung und 4,4 Liter Hubraum unter die Haube des kommenden M5 wandern. Während die Maschine in den SUVs auf 555 PS kommt, peilt BMW für den M5 eine Leistung von rund 580 PS an, auch 600 PS sind denkbar. Damit stünde der rasante Bayer vor seinen Konkurrenten Audi RS6 und Mercedes E 63 AMG. Trotz der geballten Kraft verspricht die BMW M GmbH eine Verbrauchsreduzierung um bis zu 20 Prozent. Das wären etwa drei Liter und ein Durchschnittswert von rund zwölf Liter auf 100 Kilometer. Erreicht wird dies durch gezielten Leichtbau und Zylinderabschaltung.

Optisch dezent, aber wirkungsvoll
Das maximale Drehmoment von rund 700 Newtonmeter wird über ein verstärktes Siebengang-DKG übertragen. Gegen Aufpreis kann die magische 300-km/h-Marke in Angriff genommen werden, ansonsten wird bei Tempo 250 abgeregelt. Der Erlkönig gibt sich bis auf vier Endrohre noch optisch dezent. Die Serienversion des M5 wird sich jedoch deutlich von der normalen 5er-Limousine abheben, etwa durch große Lufteinlässe und Diffusoren. Unverhüllt gibt es den neuen M5 wohl erstmals auf dem Genfer Auto-Salon im Frühjahr 2011 zu sehen, ob es auch eine Touring-Variante geben wird, ist noch unklar. Letzteres hängt von den Märkten in Asien und dem arabischen Raum ab.

Erwischt: BMW M5