Bundeskabinett beschließt Entwicklungsplan Elektromobilität

Das Bundeskabinett hat heute den nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität für die kommenden zehn Jahre beschlossen. Mit Hilfe des Planes sollen die Entwicklung, die Marktvorbereitung und die Markteinführung von Batterie betriebenen Fahrzeugen hierzulande vorangebracht werden.

Weichen für die Mobilität der Zukunft
,Es ist ein Traum, der verwirklicht werden kann: Individualverkehr ohne Abgase", so Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Zwar starte Deutschland "aus einer guten Position", aber vor allem die Batterietechnik soll viel stärker voranschreiten. Auch der Aufbau einer Infrastruktur von Stromtankstellen gehört zum Entwicklungsplan. Zurzeit sind die hohen Kosten und eine geringe Alltagstauglichkeit noch die Hinderungsgründe für eine rasche Verbreitung der Elektroautos.

Kaufanreize schaffen
Die Bundesregierung schätzt, dass aufgrund dieser Herausforderungen die Stromer wohl erst in zehn Jahren einen bedeutenden Marktanteil erreichen. Ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2020 eine Million E-Mobile auf die Straßen zu schicken. Um das zu erreichen, sieht der Plan auch Kaufanreize vor: Zurzeit prüft die Bundesregierung eine geplante Verkaufsförderung für 100.000 Fahrzeuge. Auch Ideen wie Sonderparkplätze oder spezielle Fahrspuren für E-Autos sind im Gespräch.

Abstimmung aller Beteiligten
Der Entwicklungsplan Elektromobilität soll durch eine enge Abstimmung zwischen Politik, Industrie, Wissenschaft, Kommunen sowie den Verbraucher umgesetzt werden. Dabei wird auch die Nachwuchsförderung nicht zu kurz kommen. ,Wir holen die Elektromobilität aus der Nische in den Markt", so Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Deutschland solle bei der Elektromobilität international eine führende Rolle übernehmen.

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