Hersteller spricht vom sportlichsten Elfer mit Straßenzulassung

Vorne und hinten auffallend breit, ein von stylischen Aluminium-Streben gestützer riesiger Sichtkarbon-Flügel am Heck und die tiefe Lage machen den Wagen extrem auffällig: Jetzt kommt der neue Porsche 911 GT3 RS. Das Rennfahrzeug hat 450 PS und einen Titan-Endschalldämpfer. Porsche spricht stolz vom sportlichsten Elfer mit Straßenzulassung.

Auf breiter Spur
Basis für den 911 GT3 RS ist selbstredend der GT3. Dessen ohnehin schon sportliches Fahrverhalten haben die Ingenieure durch eine Vielzahl von Maßnahmen weiter verbessert. So wurde das PASM-Fahrwerk (Porsche Active Suspension Management: elektronisches System zur Verstellung der Stoßdämpfer) speziell auf den GT3 RS angepasst. Außerdem wächst die Spur sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse. Folglich muss sich auch die Karosserie ein paar Modifikationen gefallen lassen: Hinten wird sie breiter, vorne kommen zusätzliche Radhausverkleidungen zum Einsatz. An der Vorderachse sorgen neun Zoll breite Räder mit Sportreifen der Dimension 245/35 ZR 19 für den Kontakt zum Asphalt. Hinten grollen zwölf Zoll breite Walzen der Größe 325/30 ZR 19.

Dynamische Motorlagerung
Serienmäßig bettet sich der Motor des GT3 RS auf dynamischen Motorlagern. Diese passen ihre Steifigkeit und Dämpfung der jeweiligen, im Zweifelsfall hoch dynamischen, Fahrweise an. Dieses PADM-System (Porsche Active Drivetrain Mount) soll die Anbindung des Triebwerks an die Karosserie verbessern und so die Rennstreckentauglichkeit weiter erhöhen. Zudem generiert der GT3 RS noch mehr Abtrieb als der GT3 – ebenfalls dem Rundkurs zuliebe. Und um den Wagen zeitweise etwas zu erleichtern, gibt es optional eine Lithium-Ionen-Batterie. Wird diese für das Rennen gegen die herkömmliche Bleibatterie ausgetauscht, speckt der GT3 RS um zehn Kilogramm ab.

Noch mehr Motoren-Power
Das neue 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxertriebwerk des GT3 kommt auch im RS-Modell zum Einsatz. Hier generiert es jedoch 15 PS mehr und bringt es so auf 450 PS. Die daraus resultierende Literleistung von 118 PS pro Liter Hubraum bezeichnet Porsche als einen ,extremen Spitzenwert für Saugmotoren". Und was der Hersteller noch betont: Der Extremsport-Motor ist nach wie vor uneingeschränkt alltagstauglich.

Manuell beschaltet
Geschaltet wird im neuen GT3 RS ausschließlich mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung. Um bessere Beschleunigungs-Werte zu erzielen, sind die Gänge kürzer übersetzt als beim GT3 – der in 4,1 Sekunden auf Tempo 100 ist. Die Beschleunigungszeit der RS-Variante hat Porsche noch nicht bekannt gegeben. In Sachen Höchstgeschwindigkeit liegen GT3 und GT3 RS auf Augenhöhe: Beide erreichen maximal 312 km/h.

Ab 2010 zu haben
Die Öffentlichkeit kann den kompromisslosen Wagen erstmals auf der IAA (17. bis 27. September 2009 in Frankfurt am Main) bestaunen. Zu kaufen gibt es den Straßenrenner dann ab Januar 2010. Die Preise starten bei 145.871 Euro – ein Aufpreis von 28.924 Euro gegenüber dem GT3.

Rundstrecken-Alltag