Elektroauto Trabant nT soll zur Serienreife gebracht werden

Vor zwei Jahren war er nur ein paar Zentimeter groß, aber die Sensation auf der Automobil-Messe IAA. Jetzt ist aus dem 1:10-Modell eine ausgewachsene Studie geworden, die auf der diesjährigen IAA (17. bis 27. September 2009 in Frankfurt am Main) Premiere feiert: der Trabant nT. Das Kürzel ,nt" steht dabei für ,newTrabi", wie der kleine Plastik-Zwerg noch vor zwei Jahren genannt wurde.

Soll 2012 in Serie gehen
Der Trabant nT soll bis 2012 als Fahrzeug mit reinem Elektroantrieb zur Serienreife gebracht werden, so Ronald Gerschewski, Geschäftsführer von IndiKar, einem der Entwicklungspartner für den neuen Wagen. Allerdings wird bis dahin noch ein finanzkräftiger Investor gesucht. Neben der auf individuelle Fahrzeugumbauten spezialisierten Firma IndiKar arbeitet noch die IAV GmbH an dem Projekt. IAV ist für den Elektroantrieb und die gesamte Fahrzeugelektronik zuständig. Mit dabei ist natürlich auch noch der ursprüngliche Ideengeber, der Modellauto-Hersteller Herpa. Von der aktuellen Studie wird es erst zur IAA Bilder geben, bis dahin muss den Fans das Modell von 2007 reichen. Dieses wird sich aber von der Studie grundlegend unterscheiden: Der Autodesigner Nils Poschwatta hat seinen Job bei VW gekündigt, um am neuen Trabi arbeiten zu können. Er soll das Design tiefgreifend geändert haben.

Als Stadt-Stromer geplant
Der zentrale Elektromotor soll seine Energie von einer Lithium-Ionen-Batterie beziehen. Die maximale Reichweite des Trabant nT wird mit 160 Kilometer angegeben, was ihn zu einem Stadt- und Mittelstreckenfahrzeug macht. Zur Motorleistung werden noch keine Angaben gemacht. Ein Solardach wird laut Entwicklerteam die Klimaanlage mit Strom versorgen. Außerdem will man eine überdurchschnittlich gute Zuladung erreichen.

Trabant nT auf der IAA