Möglichkeit eines kleinen 9-1 wird geprüft

Dank Spyker ist der schwedische Autohersteller Saab dem endgültigen Aus knapp entronnen. Jetzt geben die Niederländer erstmals bekannt, wie man sich die Zukunft von Saab konkret vorstellt.

Vier Modellreihen möglich
Nach Abschluss der Übernahme wird das gemeinsame Unternehmen unter dem Namen ,Saab Spyker" firmieren, die Bereiche Saab-Fahrzeuge und Spyker-Sportwagen operieren aber selbstständig. Saab soll als Premiummarke gegen Audi und BMW positioniert werden, Spyker spricht von ,leistungsorientierten Nischenautos" und einer ,führenden Umwelttechnologie". Fest eingeplant sind drei Modellreihen: der neue, auf der IAA 2009 vorgestellte 9-5 als Limousine, Kombi und mit Allradantrieb, der 9-3 als Limousine, Fließheck, Kombi, Cabrio und Allradler sowie ein SUV namens 9-4X. Die Erneuerung der Produktpalette beginne mit der Einführung der neuen 9-5 Limousine im Sommer 2010, Anfang 2011 folge der 9-4X, schließlich starte 2012 ein komplett neuer 9-3. Zusätzlich werde eine vierte Baureihe in Form eines kompakten Einstiegsmodells geprüft, die als 9-1 auf den Markt kommen könnte. Auf dem Genfer Salon 2008 gab die Studie 9-X bereits einen optischen Vorgeschmack.

Eine Milliarde Dollar nötig
Langfristig peilt Spyker eine Produktionskapazität von 100.000 bis 125.000 Saab-Fahrzeugen an. Diese sollen im schwedischen Trollhättan vom Band laufen, einzig der 9-4X soll in Mexiko gebaut werden. Damit Saab bis zum Jahr 2012 wieder in die Gewinnzone fährt, sieht der von Spyker erarbeitete Geschäftsplan Ausgaben von einer Milliarde US-Dollar vor. 326 Millionen Dollar stammen vom früheren Saab-Eigner General Motors, 400 Millionen Dollar stellt die Europäische Investitionsbank bereit. Um Einsparungen zu erreichen, sollen sich Spyker und Saab technische Komponenten teilen.

Zukunftspläne für Saab