Ab 1. September 2009 werden einige Verkehrszeichen abgeschafft

Im Amtsdeutsch heißt das, was zum 1. September 2009 stattfindet, ,Änderungen der Straßenverkehrsordnung". Dahinter steckt im Klartext eine ansatzweise Rodung des Schilderwalds auf deutschen Straßen.

Abschaffung überflüssiger Verkehrszeichen
So werden diverse Verkehrszeichen abgeschafft, die in ihrer Bedeutung und im Bekanntheitsgrad eher zweitrangig sind. Gestrichen werden die Gefahrenzeichen, die vor Eisglätte, Splitt/Schotter, Steinschlag, Flugbetrieb oder Tieren warnen. Allerdings bleiben Symbole wie die Schneeflocke oder das Flugzeug als ,Sinnbilder" erhalten. Dadurch können sie auch in Zukunft als Zusatzzeichen mit schwarzem Rand an Gefahrenstellen angeordnet werden.

Der Tod des Gartenzauns
Ersatzlos gestrichen werden die Gefahrenzeichen Nr. 150 und 153, die auf einen beschrankten Bahnübergang hinweisen. An die Stelle des Schildes mit dem Gartenzaun-ähnlichen Motiv, treten die Zeichen 151 und 156, auf denen ein herannahender Zug abgebildet ist. Als weiteres Beispiel fällt das ergänzende Einbahnstraßenschild weg. Allerdings werden die Straßenbauämter nicht sofort die Eisensäge ansetzen. Bereits aufgestellte Schilder gelten zehn Jahre weiter.

Zwei neue Schilder
Am 1. September 2009 treten zugleich zwei neue Verkehrszeichen in Kraft. Für Inline-Skater gibt es ein neues Zusatzzeichen. Wo dies angebracht ist, dürfen sie fahren, also auch auf Radwegen oder am Fahrbahnrand. Allerdings müssen die Skater besondere Rücksicht auf den übrigen Verkehr nehmen und Fahrzeugen als auch Fahrrädern das Überholen ermöglichen. Geschieht das nicht, werden 10 Euro fällig, bei Gefährdung sogar 20 Euro. Das zweite neue Schild nennt sich ,Durchlässige Sackgasse" und zeigt an, dass es am Ende einer Sackgasse für Fußgänger und Radfahrer weitergeht.

Neu ab 1. September 2009