Höchste Punktzahl für "Thule Pro Ride 591"

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat in einem Praxistest klassische Fahrradhalter für das Autodach unter die Lupe genommen. Fünf namhafte Produkte wählte die Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation zusammen mit dem Autoclub ACE aus. In dem Test wurden die Träger in den Disziplinen Handhabung/Montage, Fahrtest und Crash-Test auf Herz und Nieren geprüft. Das Fazit der Prüfer: Billigprodukte bieten wenig Sicherheit, Qualität zahlt sich aus.

Thule als Testsieger
Den Spitzenplatz belegte mit der Note ,sehr empfehlenswert" und der höchsten Punktzahl in der Gesamtbewertung der ,Thule Pro Ride 591". Mit ,empfehlenswert" schnitten die Radhalter ,Montblanc Discovery", ,Atera Giro AF" und ,d.frey Classic" ab. Abgeschlagen auf dem letzten Platz landete mit der Bewertung ,nur bedingt empfehlenswert" der Träger ,Fabbri BICI 2000 ALU".

Probleme bei schnellem Ausweichen
Die Halterung war bei dem Test auf einen Relingträger mit Nutstein-Schienen ausgelegt. Bei der Montage wirkte die Qualität der Trägersysteme bis auf eine Ausnahme gut. Bei den Fahrprüfungen schwächelten drei Kandidaten. Vor allem schnelles Ausweichen vertrugen nicht alle Träger. Bei Atera brach der untere Anlenkpunkt des Stützrohrs, bei d.frey verbog sich die Grundplatte und bei Fabbri gab die ganze Konstruktion nach. In allen drei Fällen blieben die Räder trotz gefährlicher Schieflage allerdings auf dem Dach.

Crash-Test: Alle Räder blieben auf dem Dach
Der absolute Härtetest für die Fahrradhalter ist der City-Crash mit 30 km/h. Wichtigstes Kriterium dabei: Die Räder dürfen auch bei einer solchen Extrembelastung nicht vom Auto fliegen. Diese Anforderung erfüllten alle Testteilnehmer – allerdings mit großen Unterschieden im Detail. Bei d.frey verformte sich trotz der hohen Belastung der Träger wunschgemäß. Bei Thule löste sich dagegen die Grundplatte aus der Halterung am Träger. Bei Atera riss der Befestigungsriemen, die Kralle war verbogen und das Rad ließ sich anschließend nur mit Gewalt lösen. Bei Montblanc rutschte der Radholm aus der Kralle. Am härtesten traf es den Träger von Fabbri: Der Kopf des Stützrohres mitsamt der Kralle war gebrochen.

Fahrradträger im Test