Elektroauto ,Luis free" soll ab 12.000 Euro kosten

Der Automobilzulieferer Luis AG will ein selbst entwickeltes viersitziges Elektroauto anbieten. Der Wagen sollte ursprünglich in China von einem nicht genannten Hersteller produziert und in Hamburg mit weiterer Technik versehen werden. Da der China-Deal geplatzt ist, wird jetzt ein neuer Partner gesucht. Das Fahrzeug nennt sich jedenfalls je nach Ausstattung ,Luis free Basic" oder ,Luis free Comfort" und ist ab 11.999 Euro zu haben.

Kleine Motoren, klassische Akkus
Vorangetrieben wird der Luis free von einem direkt über der Hinterachse platzierten Elektromotor. Im Basic-Modell leistet er 5,5 Kilowatt (sieben PS), die Comfort-Variante ist mit einem 8,5-Kilowatt-Motor (zwölf PS) unterwegs. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit elektronisch abgeregelten 60 km/h (beim Comfort 80 km/h) an. Mit einer Batterieladung soll der Louis bis zu 200 Kilometer weit kommen. Aufgeladen wird der Akku an einer 230-Volt-Haushaltssteckdose. Nach zwei Stunden Ladezeit ist die Batterie zu 80 Prozent geladen, nach acht Stunden sind 100 Prozent erreicht. Als Akku-Typ kommt standardmäßig eine Blei-Gel-Batterie zum Einsatz, gegen einen noch nicht spezifizierten Aufpreis wird die Energie in einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert. Die ursprünglich vorgesehenen Blei-Säure-Akkus werden in Deutschland nicht angeboten.

Gute Ausstattung
Der Luis ist grundsätzlich mit einem Rekuperations-System ausgestattet, kann also beim Rollen Energie in die Batterie zurückspeisen. 1.070 Kilogramm bringt der Stromer auf die Waage, wobei er eine Zuladung von 330 Kilogramm verträgt. Seine Karosserie besteht aus Fiberglas. 3,4 Meter ist der Luis lang, 1,78 Meter breit und 1,52 Meter hoch. Sein Radstand erstreckt sich auf 2,43 Meter, der Wendekreis liegt bei elf Meter. Der 14.999 Euro teure Comfort hat jede Menge Ausstattung an Bord, so beispielsweise einen von Luis entwickelten Fahrspurassistenten, eine Video-Blackbox, ein Start-Stopp-System, einen Rückfahrassistenten, ein Multimedia-System mit iPod-Schnittstelle, eine Bluetooth-Freisprechanlage, elektrische Fensterheber und Nebelscheinwerfer. Die Video-Blackbox zeichnet das Geschehen vor dem Fahrzeug auf und speichert eine Filmsequenz, wenn Sensoren einen Crash feststellen. So kann das Filmmaterial bei der Auswertung des Unfallgeschehens helfen.

Verkaufspläne sind gescheitert
Wer einen Luis haben wollte, sollte ihn direkt beim Anbieter per Internet oder Telefon bestellen können. Da der Wagen nun aber nicht in China produziert wird, sucht die Luis AG nach einem neuen Produktionsstandort in Europa. Wann der Wagen in den Handel kommt und ob überhaupt, ist vollkommen offen.

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