Marktstart des 450-PS-Flitzers im Frühjahr 2010

Bereits seit geraumer Zeit warten die Audi-Fans voller Spannung auf den neuen RS4. Jetzt zeigt die Marke mit den vier Ringen, ob sich das Warten gelohnt hat. Allerdings kommt zunächst der A5 in den Genuss der Powerversion. Auf dem Genfer Auto-Salon vom 4. bis zum 14. März 2010 debütiert der RS5.

Leistung satt
Unter der Haube kommt ein hochdrehender V8-Sauger mit 4.163 Kubikzentimeter Hubraum und Benzindirekteinspritzung zum Einsatz. Das Aggregat ist eng mit dem Zehnzylinder verwandt, der den R8 antreibt. Mit 450 PS leistet der RS5-Motor sogar 30 PS mehr als die kleinste R8-Maschine mit ebenfalls 4,2 Liter Hubraum. Drehzahlen sind nachdrücklich erwünscht: Die Maximalleistung wird bei 8.250 Umdrehungen bereitgestellt, 430 Newtonmeter Drehmoment stehen zwischen 4.000 und 6.000 Touren bereit. In nur 4,6 Sekunden soll das rund 1,7 Tonnen schwere Coupé von null auf 100 km/h beschleunigen. Die elektronisch begrenzte Spitze von 250 km/h wird auf Wunsch erst bei 280 km/h abgeregelt. In Verbindung mit dem serienmäßigen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe S tronic soll der RS5 durchschnittlich 10,8 Liter Kraftstoff verbrauchen, so Audi.

Neue Allradtechnologie
Wie bei Audi üblich, bringt auch der RS5 seine Kraft per Allradantrieb auf die Straße. Beim Mittendifferenzial, das die Kräfte zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, kommt eine Neuerung zum Einsatz: das so genannte Kronenrad-Differenzial. Es kann dank seiner Lamellenpakete die Verteilung der Momente zwischen den Achsen breit variieren. Bei Bedarf strömen bis zu 70 Prozent nach vorn oder maximal 85 Prozent der Leistung nach hinten. Die Standardauslegung von 40:60 ist heckbetont. Das neue Differenzial arbeitet mit einer elektronischen radselektiven Momentensteuerung zusammen, welche auf alle vier Räder zugreift. Wenn bei flotter Gangart eines der kurveninneren Räder zu stark entlastet wird, bremst es das System leicht ab, noch bevor Schlupf auftritt.

Verschärfte Optik
Die Karosserie des RS5 liegt im Vergleich zum A5 um 20 Millimeter tiefer. Aluräder im Format 19 Zoll mit 265er-Bereifung sind Serie. Ein Spoiler in der Heckklappe fährt ab 120 km/h selbsttätig aus. Die Seitenschweller tragen kantige Aufsätze, andere Teile sind in matter Aluminiumoptik gehalten. Im Innenraum sind Sportsitze mit integrierten Kopfstützen Serie, ebenso ein Fahrerinformationssystem mit Stoppuhr und Ölthermometer. Karboneinlagen werten das Cockpit auf, im Kombiinstrument blickt man auf eine Blende in Klavierlackoptik. Ausgeliefert wird der RS5 ab Frühjahr 2010, der Preis beträgt laut Audi rund 77.770 Euro.

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