Super-Lambo mit 670 PS debütiert auf der IAA in Frankfurt

Lamborghini präsentiert auf der IAA in Frankfurt (17. bis 27. September 2009) eine ultimative Fahrmaschine: Den Reventón Roadster. Der Roadster steht künftig an der Seite der geschlossenen Variante des Reventón, der 2007 auf der IAA debütierte und sofort ausverkauft war. Der Reventón Roadster bleibt zwar ebenfalls kein Einzelstück, dennoch werden weniger als 20 Exemplare verkauft. Der Preis beträgt etwa 1.309.000 Euro, die Auslieferung beginnt im Oktober 2009.

Sicherheitsbügel schießen nach oben
Der Reventón Roadster misst wie das Coupé 4,70 Meter in der Länge. Sein Radstand beträgt 2,67 Meter, die Breite 2,06 Meter und die Höhe 1,13 Meter. Fahrer und der Beifahrer sitzen tief und durch einen mächtigen Mitteltunnel voneinander getrennt. Hinter den beiden Sitzen liegen, in Schächte versenkt, zwei ausfahrbare Sicherheitsbügel, die bei einem drohenden Überschlag innerhalb weniger Hundertstelsekunden nach oben schießen sollen.

1.690 Kilogramm Gewicht
Eine feste, horizontale Strebe hinter den Sitzen, geformt wie ein Flügel, trägt die dritte Bremsleuchte. Auch der lange Rücken präsentiert sich gegenüber dem Coupé neu gezeichnet. Die Motorhaube liegt nahezu horizontal, insgesamt vier Fenster gewähren einen Blick auf den mächtigen Motor. Ohne Betriebsstoffe bringt der offene Stier 1.690 Kilogramm auf die Waage, das sind nur 25 Kilogramm mehr als das Coupé.

Displays wie im Flugzeug
Wie ein modernes Flugzeug besitzt der offene Zweisitzer keine klassisch analogen Instrumente mehr. An ihrer Stelle liefern drei Flüssigkristallbildschirme die Informationen. Der Fahrer kann per Knopfdruck zwischen zwei Modi umschalten – einer digitalen Ansicht mit leuchtenden Balken und einer Ebene mit klassischen Runduhren, die jedoch mit wechselnden Farben gestaltet sind. An zentraler Stelle, mittig und hoch im Display, sitzt das G-Force-Meter. Es zeigt die fahrdynamischen Kräfte in einer Darstellung an, wie sie in der Formel 1 üblich ist: Die Intensität der Kräfte, die beim Beschleunigen, Bremsen und bei forcierter Kurvenfahrt auf den Reventón Roadster einwirken, werden somit sichtbar.

6,5 Liter Zwölfzylinder
Vorangetrieben wird der Wagen von zwölf Zylindern. Die Maschine leistet 670 PS und katapultiert den Roadster in 3,4 Sekunden von null auf 100 km/h und weiter bis 330 km/h Spitze. Der Antrieb ist einer der stärksten Saugmotoren der Welt. Er schöpft aus 6.496 Kubikzentimeter 670 PS, die bei 8.000 Touren anliegen. Bei 6.000 Umdrehungen stellt er sein maximales Drehmoment von 660 Newtonmeter bereit.

Allradantrieb an Bord
Im klassischen Stil von Lamborghini ist die Alu-Maschine längs vor der Hinterachse montiert, das Getriebe liegt vor ihr unter dem Mitteltunnel. Damit belasten 58 Prozent des Gesamtgewichts die hinteren Räder. Der permanente Allradantrieb Viscous Traction trägt diesem Layout Rechnung. Unter normalen Umständen leitet er den allergrößten Teil der Momente auf die Hinterräder. Wenn sie durchzudrehen beginnen, schickt die zentrale Visco-Kupplung bis zu 35 Prozent der Kräfte über eine zusätzliche Welle an die Vorderachse.

Automatisiertes Sechsgang-Getriebe
Das automatisierte Sechsgang-Schaltgetriebe e.gear ist serienmäßig an Bord des Reventón Roadster. Der Fahrer steuert den Gangwechsel, der hydraulisch betätigt wird, mit zwei Wippen am Lenkrad. Zusätzlich zum normalen Fahrmodus bietet das System einen ,Corsa"- und einen ,Low Adherence"-Modus. Der Fahrer muss nur noch Vollgas geben, den Rest regelt e.gear.

Fahrwerks-Layout aus dem Motorsport
Das Fahrwerks-Layout stammt aus dem Rennsport: An jedem Rad sind doppelte Dreieckslenker aktiv, an der Vorderachse arbeitet je ein Federbein, hinten sind es zwei pro Rad. Mit einem Tastendruck lässt sich der Vorderwagen um 40 Millimeter anheben, das schont den Fahrzeugboden bei Schlaglöchern oder tiefen Garageneinfahrten.

18-Zoll-Räder
Der offene Zweisitzer rollt auf 18-Zoll-Rädern. Die vorderen Reifen haben das Format 245/35, die hinteren die Dimension 335/30. Eigene Luftkanäle in der Karosserie kühlen die vier Radbremsen. Scheiben aus Kohlefaser-Keramik sind Serie – sie bauen extrem leicht, sollen nahezu fadingfrei arbeiten, bleiben frei von Korrosion und erzielen hohe Laufleistungen. Sie haben einheitlich 380 Millimeter Durchmesser und werden von Sechskolbensätteln in die Zange genommen.

Bildergalerie: IAA: Offener Super-Stier