Außerdem sagt die GTÜ, wie Sie Ihre Reifen korrekt wechseln

In wenigen Wochen ist es wieder soweit: Nach der kalten Jahreszeit darf auch das Auto wieder glänzen und abspecken. Weg mit dem Salz-Schmutz und raus aus den groben Winterstollen. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) gibt Tipps, wie Sie Ihr Auto fit für den Frühling machen.

Ab und zu Handwäsche
Es ist Zeit für eine gründliche Außenwäsche des Autos, bei der auch der Unterboden und die Radläufe nicht vergessen werden sollten. Automatische Waschanlagen bieten entsprechende Programme mit einer Unterbodenwäsche. Außerdem ist es ratsam, das Fahrzeug zusätzlich mit der Hand zu waschen, da Falze, Kanten und Ritzen von Autowaschanlagen häufig nur unzureichend gesäubert werden, so die GTÜ.

Bei Rost zum Fachmann
Kontrollieren Sie nach der Außenreinigung die Gummidichtungen und den Lack. Die Dichtungen von Türen und Fenstern können zur Erhaltung ihrer Geschmeidigkeit mit speziellen Pflegemitteln behandelt werden. Kleinere Einschlagstellen im Lack lassen sich zur optischen Glättung auspolieren oder mit einem Lackstift behandeln. Im Zweifel, insbesondere bei sichtbarem Rost, sollte allerdings ein Experte zu Rate gezogen werden, so die GTÜ.

Vorsicht bei Hochdruckreinigern
Nach jedem Winter empfiehlt sich eine Motorwäsche mithilfe eines Dampfstrahlers. Hierbei ist allerdings Vorsicht angebracht, denn ein Hochdruckreiniger in der Hand von Laien kann mehr Schaden anrichten als Nutzen. Deshalb sollten Sie die Motorwäsche am besten von einem Fachmann ausführen lassen, so die GTÜ.

Innenraum entschlacken
Auch der Innenraum hat nach dem Winter eine gründliche Reinigung nötig. So bieten beispielsweise feuchte und schmutzige Polster einen idealen Nährböden für Pilze und Bakterien, die neben einer Gesundheitsgefährdung der Passagiere auch Ursache für schlechte Gerüche im Fahrzeug sein können. Vorsicht ist bei der Reinigung des Dachhimmels geboten, denn zu starkes Reiben kann die Struktur zerstören oder zu hellen Stellen führen. Für die Sitze sollten geeignete Polster- oder Lederreiniger verwendet werden. Riecht es im Innenraum trotz sorgfältiger Reinigung weiterhin muffig und unangenehm, kann auch die Klimaanlage schuld sein. Im Winter wird sie meist nur selten genutzt und so können sich unter Umständen überriechende Keime gebildet haben, so die GTÜ.

Räder wechseln – aber richtig
Vor dem Wechsel von Winter- auf Sommerräder sollten Sie Ihre gebrauchten Pneus gründlich auf ihre Profiltiefe kontrollieren. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter. Die GTÜ-Experten empfehlen jedoch aus Gründen der Verkehrssicherheit für Sommerreifen eine Restprofiltiefe von drei Millimeter.

Höherer Verschleiß
Bei der Montage so genannter laufrichtungsgebundender Reifen muss der Pfeil auf der Reifenflanke an jeder Fahrzeugseite immer in Laufrichtung nach vorne zeigen, so die GTÜ. Um den höheren Verschleiß der Reifen an den angetriebenen Achsen auszugleichen, können die Pneus von vorne nach hinten gewechselt werden – aber niemals von links nach rechts. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Radschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden. Sind die Reifen montiert, ist es ratsam, für den richtigen Luftdruck zu sorgen. Denken Sie auch an das Reserverad, damit es im Ernstfall einsatzbereit ist.

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