Die VW-Gruppe schaut auf der IAA 2009 selbstbewusst in die Zukunft

"Wir stehen in der Krise gut da. Wir werden unsere Spitzenposition nutzen, wir werden unsere Spitzenposition ausbauen". VW-Chef Martin Winterkorn steht bei der VW-Abendveranstaltung zur Eröffnung der IAA neben einem E-Up, einem rein elektrisch betriebenen VW Up, während er diese Worte sagt. Der dreitürige E-Up soll 2013 in Serie gehen - dann wohl als elektrischer Lupo. 130 Kilometer Reichweite und eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h sollen den kleinen Fronttriebler durch die Stadt bringen. Dauerhaft leistet der Elektromotor 40 Kilowatt (54 PS), als kurzzeitige Spitzenleistung sind 60 Kilowatt (82 PS) drin. In 11,3 Sekunden spurtet der Stromer auf Tempo 100 - und in seinem Heck haben die Ingenieure einen elektrischen Scooter untergebracht. VW nennt dies "Micro-Mobilität".

Geprotzt wird auch
Der E-Up ist die Umwelt-Überraschung, vor ihm fahren aber echte Verbrennungs-Kaliber auf die Bühne. Der Bentley Mulsanne löst seinen Vorgänger Arnage ab und soll mit einem der aufwändigsten Innenräume der Luxusklasse daherkommen - der Hersteller positioniert den Wagen als Gegenteil zur Massenproduktion. Dann zischt der Audi R8 Spyder auf die Bühne. Mit extrem schickem Heck und völlig neuen seitlichen Lufteinlässen macht der 5,2-Liter-Frische-Wagen einen sehr eigenständigen Eindruck. Danach grollt die ganze Halle: Der Lamborghini Reventón lässt die Luft erzittern. Als kantiger Roadster wird er nur 15 Mal gebaut und kostet 1,1 Millionen Euro - ohne Steuern. In ähnlichen Preisregionen unterwegs: Ein Sonder-Bugatti namens Sang Bleu mit einer Karosserie aus blauem Karbon und poliertem Aluminium, gebaut anlässlich der Tatsache, dass bereits 250 der ultimativen Luxus-Sportwagen an den Kunden gebracht wurden.

Zum Transport bestimmt
Mobilität als nützliche Transportlösung hat der VW Konzern auch zur IAA-Abendveranstaltung mitgebracht: Der neue Transporter T5 zeigt sich. In ihm stecken eine ganze Menge Innovationen - so lässt sich endlich der Allradantrieb mit einem automatisch schaltenden Getriebe koppeln. Das Siebengang-DSG steht dem Wagen ab sofort zur Verfügung. Und ebenfalls als Allradler kommt der Skoda Superb Kombi auf die Bühne. Auch diese Karosserie-Variante wurde von den Freunden der Marke lange erwartet. Seat punktet ebenfalls mit einem Raum-Fahrzeug: Die Studie Seat IBZ ist ein Ibiza-Kombi mit riesigem Glasdach, was vielleicht sogar Eingang in die Serie finden wird.

Bildergalerie: IAA: VW trumpft auf