Außerdem: Sparsamerer Focus ECOetic und Elektro-Prototyp Focus BEV

Der neue C-Max steht im Mittelpunkt der IAA-Neuheiten von Ford. Auf der Automesse in Frankfurt (17. bis 27. September 2009) feiert die zweite Generation des Kompaktvans ihre Premiere. Neben der fünfsitzigen Ausführung kommt mit dem Grand C-Max erstmals auch eine Variante mit verlängertem Radstand und bis zu sieben Sitzen.

Schiebe- statt Schwenktüren
Charakteristisches Merkmal des Grand C-Max sind seitliche Schiebetüren links und rechts, die speziell in engen Parklücken das Ein- und Aussteigen erleichtern sollen. Die kürzere fünfsitzige Version hingegen besitzt herkömmliche Schwenktüren und verfolgt mit einer coupéartig nach hinten abfallenden Dachpartie eine sportliche Linie. Beide Karosserieversionen basieren als erste Modelle überhaupt auf der völlig neu konzipierten Fahrzeugarchitektur, die Ford künftig im C-Segment global einsetzen wird, so auch beim für Anfang 2011 geplanten neuen Focus.

Neues Rücksitzkonzept
Der Grand C-Max besitzt schlankere Dachstreben und eine speziell gestaltete Heckklappe. Der Innenraum soll besonders variabel sein. So besitzt der Grand C-Max einen Klappmechanismus für den mittleren Einzelsitz der zweiten Reihe, der einen Durchgang zur dritten Sitzreihe sowie eine für sechs Mitfahrer besonders komfortable 2+2+2-Bestuhlung ermöglicht. Generell lassen sich alle Einzelsitze der zweiten und dritten Reihe unabhängig voneinander im Fahrzeugboden versenken. Der weiterhin für fünf Personen zugelassene Ford C-Max ohne ,Grand" übernimmt das Rücksitz-Konzept des aktuellen Modells mit drei umklappbaren Einzelstühlen. Optional steht auch weiterhin das Sitzsystem ,Komfort" zur Verfügung, das aus dem Kompaktvan eine viersitzige Reiselimousine macht.

Auf Wunsch mit Einparkassistent
Für den Grand C-Max stehen diverse Komfort- und Sicherheits-Optionen zur Verfügung. So gibt es einen Überwachungsassistenten für den Toten Winkel, Anschnalll-Warnleuchten für die zweite und dritte Sitzreihe, fernbedienbare Kindersicherungen in den Türen und eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe. Neu ist auch eine Einparkassistent, der den Van nahezu selbstständig in längs zur Straße liegende Parkbuchten manövriert. Beim C-Max und Grand C-Max auf der IAA handelt es sich noch um Studien, die den späteren Serienmodellen aber sehr nahe kommen sollen. Als Marktstart für die beiden neuen Modelle ist Ende 2010 anvisiert.

Neue Benzin-Direkteinspritzer-Motoren
In der neuen C-Max-Baureihe soll dann auch eine neu konzipierte Generation besonders sparsamer und abgasarmer Vierzylinder-Benziner debütieren. Die in Europa entwickelten EcoBoost-Triebwerke kombinieren eine Direkteinspritzungstechnologie mit Turboaufladung und einer variablen Steuerung der Nockenwellen und wird in diversen Baureihen Einzug halten. Im Vergleich zu vergleichbaren konventionellen Benzinern sollen Verbrauch und CO2-Emissionen um bis zu 20 Prozent sinken, kündigt Ford an. Die EcoBoost-Motoren erfüllen die Euro-5-Abgasnormen.

Triebwerke mit 1,6 und zwei Liter
Los geht es ab 2010 mit zwei Varianten: einem 1,6-Liter-Motor, der je nach Version zwischen 150 und 180 PS entwickeln wird, sowie einer zwei Liter großen Version, die mit 200 PS und mehr in den größeren Ford-Modellreihen zum Einsatz kommt. Etwas später ergänzt ein nochmals kleinerer Motor die Angebotspalette. Er deckt das Segment bis 130 PS ab und ist unter anderem für das Klein- und Kompaktwagen-Programm des Herstellers vorgesehen.

Focus ECOnetic wird noch sparsamer
Auf der IAA präsentiert Ford zudem die zweite Generation des 109 PS starken Focus ECOnetic. Der in vielen Details nochmals überarbeitete und mit optionalem Start-Stopp-System ausgerüstete Fünftürer soll sich sich mit lediglich 3,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer begnügen. Die aktuelle Version benötigt noch einen halben Liter mehr. Gleichzeitig konnte der Kohlendioxid-Ausstoß von 115 auf nur 99 Gramm je Kilometer gesenkt werden.

Elektrischer Focus BEV-Prototyp
Auch ein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug ist in Frankfurt zu sehen: Der Focus BEV-Prototyp (Battery Electric Vehicle) gehört zu einer Flotte von 15 eigens entwickelten Versuchsautos, die ab dem Frühjahr 2010 an einem groß angelegten Praxistest der britischen Regierung für Fahrzeuge mit niedrigem CO2-Ausstoß teilnehmen sollen. Sein 100 Kilowatt starker Magnet-Motor ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 136 km/h. Der Lithium-Ionen-Akku soll eine Reichweite von rund 120 Kilometer ermöglichen.

IAA: C-Max auch in lang