Drei interessante Exponate für die Zukunft

Auf dem 80. Genfer Automobilsalon feiert der neue Kia Sportage seine Weltpremiere. Neben drei Varianten des Kompakt-SUV präsentiert Kia zudem zwei Fahrzeuge, welche die neuesten Technologien des Kia-Umwelt-Labels ,EcoDynamics" demonstrieren: Die Elektroauto-Studie Venga EV und die Plug-in-Hybrid-Studie Kia Ray.

Neuer Kia Sportage: Länger, breiter, flacher
Der neue Sportage ist länger, breiter und flacher als das Vorgängermodell. Unter der Leitung von Peter Schreyer, Chefdesigner der Kia Motors Corporation, haben die Kia-Design-Teams die dritte Modellgeneration des Sportage entwickelt. Das 4,40 Meter lange Kompakt-SUV ist aerodynamischer und leichter als das Vorgängermodell. Der cW-Wert liegt bei 0,37 (Vorgänger: 0,40), das Gewicht wurde um 91 Kilogramm reduziert.

Zwei Motoren zum Start
Der neue Sportage kommt im Sommer 2010 in Europa in den Handel. Zum Marktstart wird er zunächst in zwei Motorisierungen angeboten, zwei weitere folgen bis zum Ende des Jahres. Neben den vier Motoren – zwei Benziner, zwei Diesel mit 115 bis 163 PS Leistung – stehen Schalt- und Automatikgetriebe sowie Front- und Allradantrieb zur Wahl. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es neben diesen Zweiliter-Motoren einen 1,7-Liter-Diesel und einen 1,6-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung geben. Diese sind auch mit Start-Stopp-System erhältlich. Die umweltfreundlichste Motorisierung wird dann eine CO2-Emission von 138 Gramm pro Kilometer haben.

Kia Venga EV: Elektroauto-Studie
Weltpremiere feiert die Studie Kia Venga EV. Das Elektroauto basiert auf der Serienversion des vor kurzem eingeführten Minivans. Die neue Studie ist mit einem 80 Kilowatt starken Elektromotor ausgerüstet, der ein maximales Drehmoment von 280 Newtonmeter liefert. Gespeist wird der Motor durch eine Batterie mit 24 Kilowattstunden Kapazität. Dieser ,Twin-Pack"-Akku arbeitet mit der LiPoly-Technologie (Lithium-Ionen-Polymer), die gegenüber anderen Batterietypen verschiedene Vorteile bietet und dem Venga EV eine Reichweite von 180 Kilometer ermöglicht.

Mit Schnellladung nach 20 Minuten fast wieder fit
Mit einer Schnellladung kann die Batterie innerhalb von 20 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden. Beim normalen Ladevorgang ist der Akku nach acht Stunden wieder zu 100 Prozent gefüllt. Der Elektromotor, der die Vorderräder antreibt, befindet sich im Motorraum. Die Batterie-Einheit ist im Kofferraum untergebracht. Der Venga EV beschleunigt in 11,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometer.

Kia Ray: Futuristische Plug-in-Hybrid-Studie
Nach der Weltpremiere auf der Chicago Auto Show im Februar 2010 wird die Studie Kia Ray auf dem Genfer Automobilsalon jetzt erstmals in Europa präsentiert. Das 4,40 Meter lange, aerodynamische Plug-in-Hybrid-Fahrzeug wird je nach Fahrsituation durch einen Benziner, einen Elektromotor oder beide Motoren gemeinsam angetrieben. Der Kia Ray ist in der Lage, mehr als 80 Kilometer weit mit reinem Elektroantrieb zu fahren, und verbraucht im kombinierten Einsatz von Elektromotor und Benziner 1,4 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. Die Gesamtreichweite im Hybrid-Modus mit einer Tankfüllung und vollständig geladener Batterie beträgt 1.200 Kilometer.

153 PS Gesamtleistung
Der Verbrennungsmotor des Kia Ray ist ein 1,4-Liter-Benziner mit 115 PS und Benzin-Direkteinspritzung. Als zweites Triebwerk ist ein Elektromotor mit 78 kW Leistung zwischen Benziner und Getriebe integriert. Die maximale Systemleistung liegt dadurch bei 153 PS. Der Kia Ray ist auf eine Höchstgeschwindigkeit von 175 Stundenkilometer ausgelegt. Die Stromversorgung erfolgt durch eine LiPoly-Hochleistungsbatterie (Lithium-Ionen-Polymer), die sich inklusive Kühlsystem, Ladeeinheit und Anschluss für das Ladekabel im Kofferraum befindet.

Ventilator bei Parken
Gestaltet wurde der Ray im Kia Design Center America. Die Studie hat ein Glasdach mit integrierten, sechseckigen Solarzellen. Wenn das Fahrzeug parkt, liefern die Solarzellen im Glasdach den Strom für einen Ventilator, der die Temperatur im Innenraum senkt. Die glatte Karosserie-Oberfläche mit ausgefeilten Details reduziert den cW-Wert des Kia Ray auf 0,25.

Kia: Spannung in Genf