Erster Fünftürer der britischen Marke seit 20 Jahren

Zwei Jahrzehnte mussten Aston-Martin-Fans warten, um wieder in den Genuss einer viertürigen Limousine zu kommen. Doch während 1989 der extrem eckige Lagonda die Gemüter spaltete, hat der neue Rapide alle Chancen, schon zu Lebzeiten zum Klassiker zu werden. Die Serienversion wird jetzt auf der IAA (noch bis zum 27. September 2009) vorgestellt.

Sportwagen für den Alltag
Aston-Martin-Chef Ulrich Bez sieht den Rapide als Fahrzeug ,für Sportwagenkunden, die unabhängig von den Anforderungen ihres Lebensstils" schnell unterwegs sein wollen. Im Klartext: Ein Aston für die wohlhabende Kleinfamilie. Dafür sorgen die vier Einzelsitze, zu denen man nach Öffnung der ,Schwanenflügel"-Türen gelangt. Für den Nutzwert des Rapide sorgt ein zwischen 301 und 750 Liter großer Kofferraum hinter einer großen Heckklappe. Dem Luxussegment angemessen sind ein maßgeschneidertes, fünfteiliges Koffer-Set und die Möglichkeit, den noblen Innenraum beliebig veredeln zu können. Damit der Nachwuchs seine Freude am Rapide hat, sind in die Rückseite der Vordersitze zwei Monitore plus DVD-Player integriert. Die lieben Kleinen können aber auch Papi beim Gas geben zusehen, da die hinteren Sitze erhöht angebracht sind.

Familienkutsche mit Zwölfzylindermotor
Beim Druck auf das Gaspedal sollte es zügig vorangehen, denn unter der Haube des Rapide steckt der vom DB9 bekannte Zwölfzylinder mit sechs Liter Hubraum und 477 PS. Das maximale Drehmoment von 600 Newtonmeter wird mittels einer Sechsstufen-Automatik an die Hinterräder übertragen, auch ein manueller Schalteingriff ist per Paddels möglich. Die ersten Rapide sollen Anfang 2010 ausgeliefert werden, der Preis beläuft sich auf rund 180.000 Euro. Zum Vergleich: Der direkte Konkurrent Porsche Panamera Turbo mit PDK und 500 PS kostet 135.154 Euro. Allerdings dürfte der Rapide ein deutlich individuelleres Vergnügen sein, schließlich gibt es nur 125 Aston-Martin-Händler weltweit.

IAA: Aston hoch vier