Technikstudie auf dem Genfer Auto-Salon 2010

Mercedes macht es, BMW auch: große Luxuslimousinen mit einem Hybridantrieb an Bord bauen. Nun zieht auch Audi nach und zeigt auf dem Genfer Auto-Salon (4. bis 14. März 2010) einen A8 mit Elektro-Bonus.

Verbrennung durch vier
Interessant ist die Wahl des Verbrennungsmotors: Zum Zuge kommt der 2.0 TFSI mit vier Zylindern und 211 PS. Eine hydraulisch betätigte Nasskupplung verbindet den Benziner mit dem Elektromotor. Dieser dient zugleich als Generator und bringt es auf 33 Kilowatt respektive 45 PS. Das maximal verfügbare Drehmoment wird mit 211 Newtonmeter angegeben. Die Systemleistung aus beiden Antrieben beträgt 245 PS und 480 Newtonmeter. Weil auch die E-Maschine Wärme entwickelt, sind in ihrem Gehäuse Kühlkanäle integriert. Zwischen dem Elektromotor und dem Radsatz der Achtstufen-Automatik, liegt eine weitere Trennkupplung. Zusammen mit dem E-Aggregat ersetzt sie den Drehmomentwandler. Die Kräfte der beiden Antriebe werden über die Vorderräder auf die Straße gebracht.

Moderne Energie
Die Lithium-Ionen-Batterie des A8 hybrid ist im Heck untergebracht. Ihre Nominalenergie liegt bei 1,3 Kilowattstunden, die Betriebsspannung beträgt 266 Volt. Das Kofferraumvolumen liegt trotz des Speichers bei 400 Liter. Die knapp 1,9 Tonnen schwere Limousine soll in 7,6 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 235 km/h. Den Verbrauch beziffert Audi auf durchschnittlich 6,2 Liter pro 100 Kilometer. Im Stadtverkehr spart der Hybridantrieb etwa 20 Prozent Kraftstoff. Rein elektrisch sind bis zu 65 km/h und eine Reichweite von zwei Kilometer möglich. Der E-Modus kann über eine entsprechende Taste im Cockpit aktiviert werden. Die Technik-Archiktur des A8 hybrid soll laut Audi einen Ausblick auf den serienmäßigen Q5 hybrid geben, der noch 2010 vorgestellt wird.

Bildergalerie: Audi A8 hybrid