Nur der Toyota Verso erhält fünf Sterne

In den letzten Jahren war es beinahe zur Tradition geworden, dass sich die Autohersteller gegenseitig mit ihren Fünf-Sterne-Resultaten aus dem EuroNCAP-Crashtest überboten. Doch mit Beginn des Jahres 2010 hat die europäische Prüforganisation die Anforderungen verschärft, was sich in den neuesten Resultaten niederschlägt.

Fünf Sterne für Toyota
So muss ein Fünf-Sterne-Kandidat beim Insassenschutz mindestens 80 Prozent (Erwachsene) und 75 Prozent (Kinder) erhalten. Beim Fußgängerschutz stieg die Messlatte von bislang 25 auf nun 40 Prozent. Im aktuellen EuroNCAP-Test erzielte lediglich der Toyota Verso die Bestmarke, unter anderem wegen eines Werts von 69 Prozent beim Fußgängerschutz. Schlusslicht ist der Citroën Nemo Multispace mit insgesamt drei Sternen. Speziell das Fehlen von Vorhang-Airbags und eines ESP sorgte für die schlechte Bewertung.

Schwächen im Mittelfekd
Drei der fünf Probanden zogen sich mit soliden vier Sternen aus der Affäre. Im Seat Exeo, der auf dem alten Audi A4 basiert, stellt das harte Armaturenbrett trotz Knieairbag eine Gefahr für die Knie und Oberschenkel der Insassen dar. Der Nissan Cube büßt Punkte beim Insassenschutz für Kinder im Fall eines Frontalaufpralls ein, ein Wert von 64 Prozent verhindert ein besseres Abschneiden. Der Kia Venga verliert Punkte durch ein Problem beim Frontalcrash: Im Test wurde der Fahrergurt durch die Sitzschiene teilweise eingeschnitten. Kia arbeitet laut EuroNCAP bereits an einer Lösung.

Fünf Neue im Crashtest