850.000 Besucher, 100 Weltpremieren und viele Kaufinteressenten

Elf Tage lang war Frankfurt der Nabel der Autowelt: In der Bankenmetropole am Main fand zum 63. Mal die Internationale Automobilausstellung (IAA) statt. Trotz weniger Ausstellern – so waren unter anderem die japanischen Hersteller Nissan, Honda, Mitsubishi und Daihatsu nicht dabei – sowie niedrigerer Besucherzahlen zeigten sich die Veranstalter zufrieden. Matthias Wissmann, der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), betonte, die Erwartungen seien deutlich übertroffen worden.

Mehr Besucher als erwartet
Mit rund 850.000 Besucher haben die Organisatoren ihr selbst gestecktes Ziel von 750.000 deutlich überschritten. Im Jahr 2007 waren zwar noch 900.000 Gäste gekommen, aber Wissmann unterstrich, es mache wenig Sinn, sich an der Rekord-IAA vor zwei Jahren zu orientieren: ,Die Rahmenbedingungen haben sich völlig verändert." Das Minus sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die ausstellenden Firmen aus Kostengründen mit ihren Kundeneinladungen sehr zurückhaltend waren. Beim breiten Publikum, das seine Karte an der Kasse kauft, war demzufolge nur ein Rückgang um fünf Prozent zu verzeichnen.

Auch die Aussteller sind zufrieden
Neben dem VDA zeigten sich laut Wissmann auch die Aussteller zufrieden. Trotz der schwierigen Konjunkturlage dürfen die Autohersteller leise Hoffnungen hegen, dass ihre Modelle auch künftig gefragt bleiben. Einer Umfrage zufolge plant jeder vierte IAA-Besucher in den nächsten sechs Monaten den Kauf eines Autos. In Frankfurt waren gut 100 Weltpremieren zu sehen. Den Schwerpunkt bildeten dieses Jahr vor allem alternative Antriebe. Viele Hersteller haben neue Hybridautos vorgestellt, aber auch Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb spielten eine große Rolle.

IAA 2009: Positives Fazit