Sportwagenstudie zu Ehren von Alfa Romeos Hundertstem auf dem Genfer Salon

In den letzten zwei Jahren hat sich Bertone etwas rar gemacht: Die Designfirma hielt sich von internationalen Messen fern. Auf dem Genfer Autosalon (noch bis 14. März 2010) feiern die Italiener ihr Comeback mit einer rassigen Sportwagenstudie namens Pandion.

Spektakuläre Scherentüren
Das Coupé entstand zur Feier von Alfa Romeos hundertstem Geburtstag in diesem Jahr. Das 4,62 Meter lange und nur 1,23 Meter hohe Sportcoupé besitzt einen 4,7-Liter-Achtzylinder mit 450 PS, der auch den Alfa Romeo 8C antreibt. Seit Bertone in den 50er-Jahren den Klassiker Alfa Romeo Giulietta Sprint gestaltete, fühlt sich die Designfirma besonders mit der italienischen Marke verbunden. Der Name Pandion leitet sich von der wissenschaftlichen Bezeichnung des Fischadlers ab: Pandion Haliaetus. So hat das Auto auch gewaltige Schwingen: Es besitzt eine Art Scherentüren, aber sie sind nicht wie bei Türen im Lamborghini-Stil vorne, sondern hinten angeschlagen. Geöffnet ragen sie im 90-Grad-Winkel nach oben und enden erst in 3,60 Meter Höhe. Sind die Türen geschlossen, wird erkennbar, dass sie zu einem großen Teil durchsichtig sind.

Blaues Licht im Innenraum
Die Front wird dominiert durch die tief versenkten Alfa-typischen Doppelscheinwerfer und das ,Cuore Sportivo", den klassischen Kühlergrill mit fünf horizontalen Streben. Am Heck fällt der mittige Diffusor mit zwei dicken Endrohren auf. Im Innenraum gibt es Schalensitze für die Frontinsassen und dahinter noch Platz für zwei Kinder. Ansonsten wird der Innenraum von blauem Licht geprägt, das an das Leuchten eines Swimmingpools erinnern soll. Auf der Lenksäule sitzen zwei traditionelle Rundinstrumente. Drei LCD-Displays zeigen, was sich hinter dem Auto befindet. Sie sind mit Videokameras verbunden, die die Rückspiegel ersetzen. Ein viertes Display dient zur Steuerung von Klimaanlage und Infotainmentsystem.

Bildergalerie: Spektakulärer gehts kaum