US-Automobilmarke wird in Kürze komplett eingestellt

Der angeschlagene Automobilkonzern General Motors hat bei seinem großen Marken-Ausverkauf einen herben Rückschlag hinnehmen müssen: Die Verhandlungen um Saturn sind gescheitert.

Penske gibt auf
Ursprünglich war geplant, dass die vom Rennfahrer Roger Penske gegründete Penske Automotive Group (PAG) die Markenrechte an Saturn erwirbt, während die dazugehörigen Fahrzeuge auf Vertragsbasis weiterhin bei GM gefertigt werden. Nun gab GM-Chef Fritz Henderson bekannt, dass PAG die Gespräche abgebrochen hat. Als Grund wird die fehlende Möglichkeit zur Schaffung neuer Fahrzeugmodelle genannt. Die PAG nannte Details: Die Auftragsfertigung bei GM war zeitlich begrenzt, danach wollte man einen ähnlichen Vertrag mit einem nicht näher genannten Unternehmen abschließen, allerdings wurde der Deal von der dortigen Chefetage abgelehnt. Daher sieht die PAG jetzt zu viele Risiken und Unsicherheit bei der Saturn-Übernahme.

Das Aus für die Marke
Durch den Abbruch der Verhandlungen hat GM nach nur zwei Jahrzehnten auf dem Markt das Aus für Saturn verkündet. Unter anderem hatte Opel enge Beziehungen zur Marke. So wird der bald abgelöste Astra als Saturn in den USA verkauft, umgekehrt wurde aus dem Roadster Saturn Sky der deutsche Opel GT. Das Werk, in dem Sky und GT gebaut wurden, ist schon Ende Juli 2009 geschlossen worden. Damit fällt der GT aus dem Opel-Programm, zugleich werden zukünftig keine Opel-Modelle mehr in den USA verkauft. Der Stilllegungsprozess soll schon bald beginnen, Kunden der Marke müssen zukünftig andere GM-Händler aufsuchen, um ihr Fahrzeug warten zu lassen.

Bildergalerie: Saturn am Ende