Salzsee-Geschwindigkeitsrekord für ein Elektroauto

Elektrofahrzeuge können auch verdammt schnell sein. Während der Strom-Sportwagen Tesla Roadster auf 200 km/h kommt, ist beim Rekordfahrzeug Venturi Buckeye Bullet mehr als das Doppelte drin: 487 km/h.

Strom-Spezialist am Bonneville Lake
Venturi, der monegassische Hersteller von extrovertierten Elektrofahrzeugen, hat sich eine so genannte ,Global Challenge" vorgenommen. Auf jedem Kontinent der Erde wollen die Tüftler technische und menschliche Herausforderungen meistern. Als erste Mission machte man sich daran, ein Rekordfahrzeug für den Bonneville-Salzsee im US-Bundesstaat Utah zu bauen. Das raketenförmige 750-PS-Brenstoffzellen-Gefährt wurde in Zusammenarbeit mit der Ohio State University (OSU) entwickelt. Laut Venturi wollte man mit dem Buckeye Bullet getauften Wagen zum einen die magische 300-Meilen-pro-Stunde-Grenze (483 km/h) knacken und zum anderen in die Spuren der legendären Jamais Contente fahren.

Badeofen als Vorbild
Die Jamais Contente (zu deutsch: Die niemals Zufriedene) ist ein Auto von 1899. Das Badeofen-förmige Auto brach damals im April zu einer halsbrecherischen Rekordfahrt auf: mehr als 100 km/h sollten geschafft werden. Der stromlinienförmige Wagen raste tatsächlich auf 105 km/h – mit einem 25-Kilowatt-Elektromotor (34 PS). Am Steuer saß der belgische Ingenieur und Rennfahrer Camille Jenatzy. Diese Heldentat nahmen sich die Leute von Venturi zum Vorbild. Am 25. September 2009 war es dann soweit: Zeitnehmer vom United States Auto Club registrierten für den Buckeye Bullit nach offiziellen Regeln erreichte 487,43 km/h auf der Hinfahrt und 487, 67 km/h auf der Rücktour. Daraufhin hat der Hersteller hat seinem Renner den internen Spitznamen ,Venturi Jamais Contente" gegeben. In den nächsten drei Jahren soll der Wagen beständig weiterentwickelt werden und noch jede Menge Rekorde aufstellen. Damit würde dann laut Venturi die Leistungsfähigkeit elektrischer Antriebe besonders herausgestellt.

Elektrische 487 km/h