Der Caprice wird wiederbelebt – zunächst für Ordnungskräfte

Mit martialischem Kuhfänger – der Begriff ,Bullenfänger" ist hier wohl eher unangebracht – kommt das neue US-Polizeiauto daher: der Chevrolet Caprice. Die erste Caprice-Welle schwappte von 1966 bis 1996 über den amerikanischen Kontinent. Immer wieder modellgepflegt, waren die Wagen Vertreter der klassischen gehobenen US-Mittelklasse-Fahrzeuge. Schwammig und mit riesigem Wendekreis machten die Straßenkreuzer trotzdem schon wegen ihrer schieren Größe von 5,5 mal 2,0 Meter was her. Jetzt hebt Chevrolet einen neuen Caprice aus der Taufe und macht aus ihm gleich einen Polizeiwagen.

Australische Gene
Als der alte Caprice auslief, schwenkte die als extrem konservativ geltende Kundschaft namens US Highway Police auf den ebenfalls klassisch wirkenden Ford Crown Victoria um – der beispielsweise auch als New-York-Taxi bekannt ist. Und für den 2011 auslaufenden Crown Victoria springt dann der neue Caprice ein – auch wenn Ford hier gerne den dann neuen Taurus als Ersatz platzieren würde. Der frische Caprice basiert auf der neuesten Version des australischen Holden Statesman, der in der gehobenen Ausstattung ebenfalls den Namenszusatz ,Caprice" trägt. Grundlage des Statesman ist GMs so genannte Zeta-Plattform.

V8- und V6-Motoren
Das heckgetriebene PPV (Police Patrol Vehicle) wird wahlweise von V8- und V6-Benzinern befeuert. Dabei könnte es sich um aus dem Holden Commodore übernommene Aggregate handeln. Da wären zum einen ein 3,6-Liter-V6 mit 295 PS und ein 6,0-Liter-V8 mit 367 PS. Ab Werk wird der Wagen auch noch mit allerlei Zubehör wie Signalanlage, Waffenhalterungen und dem eingangs erwähnten Rammschutz ausgerüstet. Das Fahrzeug wird auf der diesjährigen International Association of Chiefs of Police Convention (3. bis 7. Oktober 2009 in Denver im US-Bundesstaat Colorado) vorgestellt. Die Behörden können das Polizeiauto dann ab 2010 bestellen, ausgeliefert wird ab 2011.

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