Spezieller Taurus löst ab 2011 den Crown Victoria ab

Wenn man in den USA von der Polizei angehalten wird, dann stoppt hinter einem mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Ford Crown Victoria. Die schwere Limousine ist seit 15 Jahren Marktführer im Blaulicht-Bereich. Doch weil die Tage des Crown Victoria gezählt sind, stellt Ford nun den Nachfolger auf Basis des Taurus vor.

Ökonomischer auf Streife
Der Taurus wurde speziell auf den harten Polizeieinsatz ausgerichtet. Unter anderem soll das Fahrzeug einen Heckaufprall mit 75 Meilen pro Stunde, umgerechnet 120 km/h, glimpflich überstehen. Momentan erfüllt nur der Crown Victoria diese Anforderung eines ,pursuit sedan", also einer Limousine für Verfolgungsjagden. Unter der Haube gibt es statt eines fetten Achtzylinder-Benziners künftig V6-Motoren mit 3,5 Liter Hubraum. Zur Wahl stehen zwei Varianten mit 267 und 370 PS. Hinzu kommen Assistenzsysteme wie eine Totwinkel-Erkennung und eine Gegenverkehr-Warnung beim Ausparken.

Viele Änderungen
Spätestens seit dem Film ,Blues Brothers" weiß man, dass US-Polizeiautos in vielerlei Hinsicht von der Serienversion abweichen. Auch der Taurus erhält einen größeren Kühler und eine stärkere Lichtmaschine. Hinzu kommen 18-Zoll-Stahlfelgen mit integrierter Lüftung, um so die Bremsen zu kühlen. Im Innenraum wurden laut Hersteller sogar 90 Prozent umgestaltet. Unter anderem gibt es Frontsitze mit anderer Polsterung, damit die Beamten mit Einsatzgürtel Platz nehmen können. Die Rückenlehnen sind verstärkt, um Messerattacken abzuwehren. In der zweiten Reihe sind Vinylsitze montiert, insgesamt gibt es dort mehr Platz als im Crown Victoria. Um die schweren Jungs besser ins Auto bugsieren zu können, öffnen die hinteren Türen in einem besonders großen Winkel. Angeboten wird der Polizei-Taurus ab Ende 2011, wenn die Produktion des Crown Victoria endet.

Bildergalerie: Der Blaulicht-Ford