Italiener stellen Studie eines Geländerenners für die Stadt vor

Fornasari kleckert nicht, Fornasari klotzt. So ist auch die neueste Kreation der italienischen Renn-Geländewagen-Spezialisten alles andere als unauffällig: Der Racing Buggy sieht aus, als wären mit ihm Spezialeinheiten aus dem All gelandet, um unseren schönen Planeten zu übernehmen. Dabei soll der riesige Wagen vor allen Dingen ein nettes Vehikel für den Alltag sein – doch bisher gibt es den Racing Buggy nur als Studie.

In 3,8 Sekunden auf 100 km/h
Der Racing Buggy gibt sich optisch als eine Ansammlung von dramatischen Ecken und Kanten. Außerdem zitiert der Wagen auch noch einen Winzling aus der Autowelt: Eine gigantische Smart-Spange umfasst sein Heck. Unter dem aggressiven Blech werkelt, wie immer bei Fornasari, viel Corvette-Technik. So sorgt ein Siebenliter-Triebwerk aus der Corvette Z06 für Vortrieb, die Italiener bringen das Aggregat auf eine Leistung von 610 PS und ein Drehmoment von 748 Newtonmeter. Damit kommt der Wagen in 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h, maximal soll das Gefährt in Felsen-Optik beunruhigende 280 km/h schnell sein – dann greift die elektronische Abregelung ein. Laut Hersteller wiegt der für fünf Personen ausgelegte Racing Buggy 1.600 Kilogramm und gibt sich im Schnitt mit 12,5 Liter Super auf 100 Kilometer zufrieden.

Extrem steif
Der Racing Buggy ist natürlich auch für den harten Gelände-Einsatz geeignet, so Fornasari. Der Wagen wird durch eine rostfreie Stahlrohr-Konstruktion versteift, mehr als 450 Rohre sollen im Gelände-Renner verschweißt worden sein. Die 24 Zentimeter Federhöhe dürften auch für eine etwas zügigere Dünenfahrt reichen. Trotz Frontmotor verspricht Fornasari für den mit zwei Scherentüren ausgerüsteten Wagen im beladenen Zustand eine optimale Gewichtsverteilung von 50:50 zwischen vorne und hinten. Geschaltet wird in dem 4,35 Meter langen, zwei Meter breiten und 1,72 Meter hohen Fahrzeug entweder über eine manuelle Sechsgang-Schaltung. Gegen Aufpreis gibt es auch eine Viergang-Automatik. Die Kraft wandert zu 60 Prozent an die Hinterräder. Als Bereifung stehen Pneus von 18 bis 23 Zoll zur Wahl, die Bremsen kommen standardmäßig von GM und auf Wunsch von Brembo. Ob der Wagen jemals den Serienstatus erreicht, ist noch nicht entschieden.

Monströse Gelände-Ecke