Chemnitzer Tuner trainiert dem Porsche Cayenne Turbo richtig Kraft an

Der Porsche Cayenne ist bei den Tunern ein beliebtes Veredelungsobjekt. Den jüngsten Umbau hat die Firma Enco Exclusive aus Chemnitz vorgenommen. Auffällig wird das große SUV vor allem durch den neuen Aerodynamik-Bausatz. Unübersehbar ist die weit nach unten gezogene Enco-Frontschürze mit einem riesigen Kühllufteinlass sowie den integrierten Tagfahrlicht-Bändern. Das Pendant am Heck bildet eine extravagante Diffusorschürze mit ausgeprägten Finnen sowie einer mittigen Öffnung für die Auspuff-Enden.

Verbreiterte Kotflügel vorn und hinten
Die Motorhaube mit eingearbeiteten Luftauslässen wurde aus Karbon gefertigt. Verbreiterte Kotflügel mit eingelassenen Luftschlitzen vorn und hinten sollen den Porsche im Zusammenspiel mit den Seitenschwellern breitschultriger und muskulöser wirken lassen. Zudem gibt es einen markanten Dachspoiler mit Strömungsöffnungen. In die Seiten und Türen wurde einige Zentimeter unterhalb der Gürtellinie eine Sicke eingearbeitet. Edel wirkt die Zweiton-Lackierung in Schwarz und Bordeaux-Rot.

700 PS dank Turbo-Upgrade
Der Cayenne Turbo ist mit 500 PS ab Werk nicht gerade schwach motorisiert. Doch Enco schickte das SUV in den Kraftraum, um den ,Gladiator" zu erschaffen. Vergrößerte Turbolader, eine Sportabgasanlage mit Fächerkrümmer und Sportkatalysatoren sowie weitere Motor-Modifikationen machen den Cayenne-V8 zum ,Gladiator 700 GT Biturbo". In ihm wummern 700 PS und ein brachiales Drehmoment von 850 Newtonmeter. Damit stürmt das immerhin 2,5 Tonnen wiegende Schwergewicht in rund viereinhalb Sekunden auf Tempo 100 und erreicht etwa 290 km/h.

Mächtige 23-Zöller
Um den Gladiator wieder zum Stehen zu bringen, verbaut der Tuner eine Hochleistungs-Bremsanlage mit 410 x 36 Millimeter großen Bremsscheiben sowie Zwölf-Kolben-Bremssättel vorn. Hinten gibt es Vierkolben-Sättel und immerhin noch 380 x 32 Millimeter messende Bremsscheiben. Eine solche XXL-Bremsanlage benötigt natürlich eine Menge Platz. Diesen findet sie innerhalb der in Wagenfarbe lackierten 23-Zoll-Alus, die rundum mit 315er-Reifen bezogen sind. Ein elektronisches Tieferlegungsmodul für das serienmäßige Luftfahrwerk des Cayenne Turbo senkt den Boliden um 50 Millimeter ab.

Rotes Karbon für den Innenraum
Auch am Innenraum feilen die Sachsen: Vier einzelne Leder-/ Alcantara-Schalensitze aus dem Porsche 911 GT3 finden sich hier. Sie wurden mit Karbon-Rückenschalen und roten Kohlefaser-Einlagen veredelt. Rotes Karbon gibt es noch viel mehr: Applikationen des High-Tech-Werkstoffs zieren das Armaturenbrett, das Lenkrad, die Mittelkonsole und die Türverkleidungen. Ebenfalls in Rot lackiert wurde der das komplette Fahrzeug durchziehende Überrollkäfig.

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