Diebstahl: Versicherung haftet nicht immer

Das neue Auto ist bestellt, das alte muss verkauft werden. Doch Achtung, wenn Interessenten eine Probefahrt machen wollen. Wer einem Fremden einfach den Autoschlüssel in die Hand drückt und gute Fahrt wünscht, spielt mit seinem Versicherungsschutz. Darauf weist die HUK-Coburg hin.

Nicht immer Diebstahl
Von Diebstahl kann man nur sprechen, wenn ein Gewahrsamsbruch vorliegt. Das heißt: Der Käufer nimmt dem Eigentümer das Auto gegen seinen Willen ab. Entscheidet sich der Käufer jedoch während der Fahrt, einfach nicht mehr zurückzukommen, ist dies nach Auffassung des Gesetzgebers kein Diebstahl. Der Eigentümer hat den Schlüssel ja freiwillig hergegeben. An dieser Stelle ist Vorsicht geboten: Denn es kann sein, dass die Teilkasko für das verschwundene Auto nicht zahlen muss.

Ausweis verlangen
Zum Schutz sollte man sich auf jeden Fall vor der Probefahrt Ausweis und Führerschein des Käufers zeigen lassen. Am besten wird zumindest den Ausweis während der Probefahrt behalten. Wer während der Runde mit im Auto sitzt, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Noch ein Tipp zum Thema Gewahrsamsbruch: Ob dieser vorliegt oder nicht, hängt nach gängiger Rechtsprechung zusätzlich vom Ort des Verkaufsgespräches ab. Deshalb sollten die Verhandlungen auf jeden Fall in der Wohnung des Verkäufers geführt und die Schlüssel dort übergeben werden.