747 Bi-Kompressor-PS, 738 Newtonmeter, 351 km/h Spitze

Seine 747 Pferdestärken geben ihm seinen Namen: Zum Abschied des Ferrari 430 Scuderia, der vom 458 Italia abgelöst wird, präsentiert Tuner Novitec Rosso den Edizione 747. Herzstück des Sondermodells ist der neue Novitec-747-Bi-Kompressor-V8, der statt der serienmäßigen 510 ultrastarke 747 PS bei 8.500 Touren liefert. Dementsprechend bemerkenswert sind die Fahrleistungen: Nach weniger als 3,4 Sekunden erreicht der Wagen die 100-km/h-Marke, nach 9,4 Sekunden sind Tempo 200 erreicht und nach 22,9 Sekunden zeigt der Tacho 300 km/h an. Schluss ist erst bei 351 km/h, vorausgesetzt, man wählt eine längere Getriebeübersetzung. Das maximale Drehmoment steigt von serienmäßigen 470 auf 738 Newtonmeter bei 6.300 Touren.

Bi-Kompressor-Motorumbau
Die Edizione-747-Spezifikation ist exklusiv der Berlinetta-Version des Ferrari 430 Scuderia vorbehalten. Das Layout des Motorumbaus entspricht dem aller Novitec-Bi-Kompressor-Umbauten für den Mittelmotorsportwagen. Pro Zylinderreihe kommen jeweils ein zahnriemengetriebener mechanischer Hochleistungslader, dessen maximaler Ladedruck für diese Variante auf 0,53 bar erhöht wurde. Die Temperatur der Ladeluft wird von einem Extra-Kühler hinter einem speziellen Lufteinlass in der Frontschürze gekühlt.

Unterboden mit Luftleitkanal
Für eine optimierte Frischluftversorgung des Motorraums wurde ein spezieller Unterboden mit integriertem Luftleitkanal entwickelt. Die vorverdichtete Luft wird über einen wärmeisolierten Ansaugtrakt mit größeren Querschnitten zu den Brennräumen geführt. Acht High-Flow-Einspritzdüsen sollen eine dem Kompressorumbau angepasste Treibstoffversorgung ermöglichen. Das Motormanagement stimmt die Komponenten aufeinander ab und erhöht die Maximaldrehzahl um 200 Touren. Leistungsstärkere Kühlsysteme für Wasser und Öl gehören zum Umbauumfang.

Zweifarbige Sonderlackierung
Zusätzlich ist der Wagen auch ein Blickfang: Die zweifarbige, matte Sonderlackierung in Gelb und Anthrazit soll die sportlichen Formen betonen. Passend dazu werden schwarze Rückleuchten, Seitenblinker und Reflektoren installiert. Racing ist auch bei der Motoroptik Trumpf: Alle Karbon-Teile am Triebwerk sind ebenfalls matt ausgeführt.

Dreiteilige 20-Zöller
Das Farbschema setzt sich auch bei der für den Scuderia maßgeschneiderten Rad/Reifen-Kombination fort, die im Durchmesser einen Zoll größer als beim Serienauto ausfällt. Die dreiteiligen 20-Zoll-Doppelspeichenfelgen werden mit 245er-Reifen vorn und 315er hinten bezogen. Eine weitere Maßnahme für ein noch agileres und direkteres Handling ist die Installation von Sportfedern, die den Ferrari um etwa 30 Millimeter tieferlegen.

Lift-System für die Vorderachse
Um dem Scuderia zu einer guten Alltagstauglichkeit zu verhelfen, gibt es das innovative hydraulische Lift-System für die Vorderachse. Per Knopfdruck im Cockpit kann die Frontpartie um 40 Millimeter angehoben werden. Damit wird das Befahren von Tiefgarageneinfahrten oder das Überqueren von flachen Randsteinen erleichtert. Nach der Bewältigung des Hindernisses geht es mit einem Klick zurück in die Ausgangsposition oder man wartet die automatische Absenkung bei Erreichen von 80 km/h ab.

Interieur aufgewertet
Auch im Interieur setzt der Tuner Akzente. Das Supersport-Lenkrad in einer Kombination aus Leder und Karbon soll durch seinen unten abgeflachten Lenkradkranz das Ein- und Aussteigen erleichtern. Passend dazu gibt es Karbon-Schaltwippen. Sie sind länger als die Serienteile. Auf Wunsch gibt es eine zweifarbige, auf die Außenhaut abgestimmte Innenausstattung.

Ciao, Scuderia!