Traditionsreicher Name wird mit 507 PS starkem 1+1-Sitzer wiederbelebt

507 PS stark, 347 km/h schnell und in weniger als 3,2 Sekunden von null auf Tempo 100: Das sind die beeindruckenden Eckdaten eines neuen Supersportlers, der jetzt in einer Kleinserie aufgelegt wird. Die flache Flunder hört auf den Namen Veritas RS III und will die kurze Erfolgsgeschichte einer kleinen Rennwagen-Schmiede nach über 50 Jahren fortsetzen.

Nur 97 Zentimeter hoch
Nachdem bereits 2008 ein Prototyp des neuen Veritas vorgestellt worden war, folgt nun die noch einmal leicht veränderte, aber immer noch äußerst spektakuläre Serienvariante. Die besonders leichte Karbon-Karosserie des RS III ist nur 97 Zentimeter hoch und bietet reinrassige Rennwagen-Proportionen. Auf den ersten Blick gibt es lediglich Platz für den Fahrer, der zudem auf eine Windschutzscheibe verzichten muss. Vor der Pilotenkanzel ist nur eine kleine Plexiglashaube montiert. Allerdings ist auch noch ein Beifahrersitz vorhanden, der jedoch verdeckt werden kann.

Haifisch-Gesicht
Das Gesicht des Veritas erinnert an einen Haifisch, wobei der Grill als Maul und die Xenon-Doppelscheinwerfer als Augen fungieren. Die Seitenschweller sind nach innen geschwungen, das Heck mit schlitzartigen Rückleuchten schließt mit nach oben gerichteten Edelstahl-Auspuffrohren ab. Hinter dem Fahrerplatz findet sich ein Überrollbügel, in der Fahrzeugmitte ist ein aufragender Rückspiegel angebracht.

V10-Motor von BMW
Als Antrieb des 4,68 Meter langen Veritas RS III dient ein Fünfliter-V10-Triebwek von BMW, das auch im M5 und M6 zum Einsatz kommt. Das 507 PS starke Aggregat wird mit einem siebenstufigen SMG-Getriebe oder auf Wunsch mit einem Sechsgang-Handschaltgetriebe kombiniert. Für eine sichere Bodenhaftung sollen 22-Zoll-Räder mit Tiefbettfelgen sorgen. Diese sind mit 325er-Reifen hinten und 255er-Gummis vorne bezogen. Ein Spezial-Sportfahrwerk ermöglicht echtes Rennwagen-Feeling. Vorsichtigere Fahrer können zusätzlich ABS und ASR zuschalten. Eine Bremsanlage von Brabham Racing mit Keramik-Scheiben sorgt für die nötige Verzögerung.

Limitierte Auflage
Gebaut wird der Veritas RS III in Handarbeit von der kleinen Manufaktur Vermot AG im rheinland-pfälzischen Örtchen Grafschaft-Gelsdorf. Die Auflage ist auf 30 Fahrzeuge limitiert. Fünf Exemplare wurden bereits verkauft, außerdem liegen bereits weitere Reservierungen und zahlreiche Anfragen vor. Deshalb rechnet man bei der Vermot AG damit, dass die komplette Edition noch vor Jahresende 2009 ausverkauft sein wird. Der Preis für den exklusiven Supersportler beträgt 414.120 Euro.

Traditionsreicher Name
Der Name Veritas knüpft an eine kurze, aber illustre Erfolgsgeschichte an, die kurz nach dem zweiten Weltkrieg begann und 1954 mit dem Konkurs endete. Von ehemaligen BMW-Mitarbeitern gegründet, baute der Kleinserienhersteller Veritas an verschiedenen Standorten – zuletzt am Nürburgring – erfolgreiche Rennwagen auf Basis des Vorkriegsmodells BMW 328. Veritas selbst meldete 1950 Konkurs an. Die als Nachfolgerin gegründete Dyna Automobil GmbH produzierte noch bis 1954 Straßensportwagen vom Typ Dyna-Veritas. Dann gingen auch hier die Lichter aus und die Reste des Kleinserienherstellers wurden von BMW übernommen.

Flache Flunder