Der Trend zu kleineren Motoren ist erkennbar, aber der Q7 V12 TDI bleibt

Audi präsentiert Änderungen an drei Modellreihen: TT, Q7 und A3. Beim TT als Coupé und Roadster fällt vorne vor allem der eckigere Stoßfänger mit größeren Lufteinlässen und chromgeränderten Nebelscheinwerfern ins Auge. Optional gibt es Xenon-Scheinwerfer mit darunter angeordnetem LED-Tagfahrlicht.

Neue Farben außen und innen
Im Lackfächer halten vier neue Metallic-Farben Einzug: ein Blau, ein Rot und zwei Grau-Töne. Beim S-line-Paket wird zusätzlich ein grauer Perleffektlack angeboten. Innen gibt es am Lenkrad, an der Mittelkonsole und in der Türverkleidung neue Alu-Applikationen und Details in glänzendem Schwarz. Als neue Interieurfarben stehen ein Braun, ein Grau und ein Rot zur Wahl. Eine Imprägnierung für die Lederbezüge soll die Aufheizung in der Sonne um bis zu 20 Grad Celsius senken.

Der TT mit V6 fällt weg
Für Coupé und Roadster stehen nun nur noch drei Motoren zur Verfügung, denn die Sechszylinderversion 3.2 FSI entfällt ersatzlos. Der 2.0 TFSI mit 200 PS wird durch eine 211 PS starke Version ersetzt. Im neuen Motor ist die Ventilsteuerung Audi Valvelift System (AVS) an Bord. Sie soll die Effizienz steigern. Das System schaltet den Hub der Auslassventile je nach Anforderung in zwei Stufen um. So verbraucht der neue 2.0 TFSI mit Schaltgetriebe nur noch 6,6 Liter pro 100 Kilometer statt bisher 7,7 Liter. Unverändert im Programm sind der 1.8 TFSI mit 160 PS und der 2.0 TDI mit 170 PS.

Rekuperation und Start-Stopp
Alle Versionen besitzen eine Bremsenergierückgewinnung und eine Sechsgang-Schaltung. Für den 2.0 TFSI gibt es optional das Doppelkupplungsgetriebe S tronic sowie den Allradantrieb quattro. Letzterer ist beim 2.0 TDI Serie.

TT RS ab Herbst mit S tronic erhältlich
Weiterhin im Programm ist der TTS mit einem 272 PS starken 2.0 TFSI. Hier steht die neue Interieur-Farbkombination Silber-Schwarz bereit. Auch der TT RS mit seinem 340 PS starken Fünfzylinder wird weiter angeboten. Eine Klappe in der Abgasanlage macht den Sound noch intensiver. Ab Herbst 2010 wird optional eine neu entwickelte S tronic mit sieben Stufen verfügbar sein. Der überarbeitete TT startet im Sommer. Der Einstiegspreis wird bei 30.200 Euro liegen – das sind 200 Euro mehr als bisher.

Q7 mit neuem 3.0 TFSI
So wie beim TT der Sechszylinder wegfällt, entfällt beim Q7 der Achtzylinder-Benziner. Bisher gab es die Kreuzung aus SUV und Van mit zwei Benzinern als 3.6 FSI und 4.2 FSI sowie drei Dieseln als 3.0 TDI, 4.2 TDI sowie V12 TDI. Der Achtzylinder-Benziner wird nun durch einen Sechszylinder ersetzt. Wie der andere Benziner trägt er das Kürzel 3.0 TFSI. Die beiden Kompressor-V6-Motoren leisten 272 beziehungsweise 333 PS. Der schwächere der beiden drückt den Verbrauch des 280 PS starken Vorgängermotors 3.6 FSI von 12,1 auf 10,7 Liter pro 100 Kilometer. Auch die stärkere 3.0-TFSI-Variante braucht nicht mehr, während der abgelöste Achtzylinder noch 12,7 Liter benötigte.

Neu entwickelter 3.0 TDI
Der neu entwickelte 3.0 TDI hat mit seinem Vorgänger praktisch keine Gemeinsamkeiten mehr, abgesehen von der Leistung von 240 PS. Hier sinkt der Verbrauch von 9,1 auf 7,4 Liter pro 100 Kilometer. Das im Q7 neue Start-Stopp-System schaltet im Stillstand den Motor ab. Auch vom neuen 3.0 TDI gibt es wieder eine Clean-Diesel-Variante, die die Euro-6-Norm erfüllt. Sie verbraucht allerdings bei gleicher Leistung einen vollen Liter auf 100 Kilometer mehr als der Euro-5-Kollege.

4.2 TDI sparsamer
Beim 4.2 TDI sinkt der Verbrauch durch eine 2.000-bar-Einspritzanlage und eine reduzierte innere Reibung – von 9,9 auf 9,2 Liter. Zugleich hat der V8-Diesel, der unverändert 340 PS leistet, nun 800 statt 760 Newtonmeter. Unverändert bleibt der V12 TDI mit 500 PS und einem Normverbrauch von 11,3 Liter Diesel pro 100 Kilometer.

Neue Achtgang-Automatik
Alle Versionen außer dem V12 TDI besitzen eine Bremsenergierückgewinnung. Außerdem gibt es eine neue Achtstufen-Automatik für sämtliche Varianten, die zum gesunkenen Kraftstoffverbrauch beiträgt. Ihre Basis ist das bisherige Sechsstufen-Aggregat. Um den Verbrauch zu verringern, stellt die Überbrückungskupplung des Drehmomentwandlers schon bei niedrigen Touren schlupffreien Durchtrieb her. Der Fahrer kann zwischen den Programmen D und S wählen oder selbst schalten – über den Wählhebel oder mit optionalen Lenkradwippen.

A3 mit anderer Frontschürze
A3 und A3 Sportback erhalten neue Optikdetails. Die unteren Lufteinlässe bekommen verchromte Horizontalstege, die Türgriffe werden mit Chromstreifen ausgerüstet (außer beim S3) und die Außenspiegel werden aerodynamisch optimiert. Der Diffusor enthält eine Abrisskante. Bei den Lackfarben gibt es ein neues Rot, ein neues Blau und zwei andere Grautöne. Innen finden sich ein neuer Wählhebel für die S tronic und eine Hochglanzblende für das optionale Navi.

1.6 fällt weg
Bei den Motoren beginnt Audi nun beim 105 PS starken 1.2 TFSI – der 102 PS starke 1.6 fällt weg. Bei fünf Antrieben – dem 1.2 TFSI, dem 1.4 TFSI, dem 1.6 TDI mit 105 PS und bei beiden 2.0 TDI mit 140 und 170 PS – baut Audi ein Start-Stopp-System sowie eine Bremsenergierückgewinnung ein. Dabei sind die Handschalter genauso betroffen wie die Versionen mit S tronic – ein Novum. Der 1.6 TDI mit 90 PS und der 1.8 TFSI besitzen ausschließlich die Rekuperation. Der aufgewertete A3 rollt im Frühsommer 2010 zu den Händlern.

Neues bei TT, Q7 und A3