Stark überarbeitete Version wird in Peking präsentiert

Als eines der letzten VW-Modelle wird jetzt auch der Phaeton einem gründlichen Lifting unterzogen. Zu sehen gibt es das Ergebnis auf der diesjährigen Auto China in Peking (25. April bis 2. Mai 2010). Die Premiere des aufgehübschten Luxusliners findet nicht ohne Grund im Reich der Mitte statt: Der Phaeton erzielt dort gute Verkäufe.

Feiner gemacht
VW-Chefdesigner Walter de Silva verleiht dem Phaeton mit geschickten Maßnahmen eine modernere Optik. Unverändert bleibt die Länge, welche je nach Radstand zwischen 5,06 und 5,18 Meter beträgt. Modifiziert werden insbesondere die Front- und die Heckpartie. Vorne dominieren horizontale Linien die Gestaltung. Im Gegensatz zu anderen VW-Modellen kommt beim Phaeton keine glänzend schwarze Kühlergrillabdeckung zum Einsatz, sondern ein Chromelement. Links und rechts vom Grill schließen sich die neuen, serienmäßigen Bi-Xenonscheinwerfer mit integriertem Kurven- und Abbiegelicht an. Die Blinker und das Abbiegelicht arbeiten mit LED-Technik. Ganz neu ist der optionale ,Dynamic Light Assist": Hier erkennt eine Kamera im Bereich des Innenspiegels andere Verkehrsteilnehmer und regelt die Ausleuchtung der Fahrbahn. Interessant ist die Umgestaltung des Hecks: Die Rückleuchten bleiben in der Grundform gleich, das Innenleben besteht nun aber aus einem LED-Band in M-Form und punktförmigen Lichtern.

Änderungen im Interieur
Kaum Verbesserungsbedarf sieht VW beim Innenraum mit zugfrei arbeitender Vier-Zonen-Klimaautomatik und 18-Wege-Sitzen. Wie gehabt kann der Phaeton als Vier- oder Fünfsitzer bestellt werden. Neu gestaltet wurde das Multifunktionslenkrad, für das auch diverse Holz-Leder-Kombinationen lieferbar sind. Das Navigationssystem RNS 810 mit 30-GB-Festplatte und Acht-Zoll-Touchscreen bietet künftig eine internetbasierte Google-Funktion als Ergänzung der Kartendarstellung an. Die entsprechenden Daten werden via Mobiltelefon online über einen eigens dafür eingerichteten Proxy-Server in das System geladen.

Neue Assistenten und bekannte Motoren
Komplett neu ist die optionale Verkehrszeichenerkennung, welche nicht nur die zulässige Höchstgeschwindigkeit einblendet, sondern auch Zusatzhinweise wie etwa ,Bei Nässe". Zudem kann das System im Phaeton laut VW weltweit einmalig auch auf Überholverbote hinweisen. Zu den weiteren Assistenzsystemen zählen die automatische Distanzregelung ACC mit einem Umfeldbeobachtungssystem und ein Spurwechselassistent. Motorenseitig bleibt es beim bekannten V6-Einstiegsbenziner mit 280 PS sowie einem V8 mit 335 PS und dem W12 mit 450 PS. Für Diesel-Fans steht ein V6 TDI mit Common-Rail-Technik und 240 PS bereit. Der damit ausgerüstete Phaeton soll 8,5 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen und 224 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Alle Aggregate sind mit einem Automatikgetriebe gekoppelt. Stets serienmäßig sind ein Allradantrieb und eine Luftfederung. Auf den Markt kommt das überarbeitete Flaggschiff im Sommer 2010.

Bildergalerie: Neuer VW Phaeton