Daimler-Konzernabend in Peking mit Neuheiten von Mercedes und Maybach

Es ist mittlerweile schon Tradition, dass die großen Autohersteller ihre Neuheiten nicht in den Messehallen zum ersten Mal enthüllen, sondern ihre Premieren Medien und ausgewählte Gästen vorab auf einem Konzernabend vorstellen. Dementsprechend nutzte Daimler den Donnerstag vor Beginn der Auto China 2010 (25. April bis 2. Mai) in Peking, um seine neuen Modelle der Marken Mercedes und Maybach vorzustellen. Wir waren mit dabei.

Diplomatische Örtlichkeit
Schauplatz der ,Mercedes-Benz Cars Premiere Night" war die ehemalige amerikanische Botschaft im früheren Diplomatenviertel von Peking. Auf die persönliche Anwesenheit von Konzernchef Dieter Zetsche mussten die Besucher allerdings verzichten, er wurde lediglich über Videoleinwand zugeschaltet. Für ihn übernahmen Entwicklungsvorstand Thomas Weber und Marketingchef Joachim Schmidt die Präsentation.

Kreuzung aus Coupé und Kombi
Im Mittelpunkt stand natürlich die Weltpremiere des Concept Shooting Break – einem Auto zwischen Coupé und Kombi. Die Studie erinnert sowohl an den CLS, als auch an den SLS AMG. Als Besonderheit gibt es beim Shooting Break LED- Scheinwerfer mit fünf Lichtfunktionen sowie versenkte Türgriffe, die bei Berührung ausfahren. Als Antrieb dient ein V6-Benziner mit 3,5 Liter Hubraum und 306 PS sowie 370 Newtonmeter Drehmoment.

Maybachs werden noch exklusiver
In China sind lange, PS-starke Chauffeurs-Limousinen besonders gefragt. Kein Wunder also, dass die überarbeiteten Luxusfahrzeuge von Maybach ebenfalls im Reich der Mitte vorgestellt werden. Mit dem Facelift erhalten sie eine stärker gepfeilte Front. In die äußeren Lufteinlässe sind LED-Tagfahrleuchten integriert, am Heck finden sich nun dunkelrote Leuchten. Die Leistung im Maybach 57 S und 62 S wurde um 18 auf 630 PS angehoben. Auch der Ausstattungsumfang wurde nochmals erweitert: So ist der bisher lediglich in den Maybach-Limousinen mit langem Radstand verfügbare Fond-Ruhesitz nun auf Wunsch auch in den Modellen 57 und 57 S zu haben. Als Individualisierungsmöglichkeiten gibt es unter anderem eine Trennwand, Monitore für die Fondpassagiere oder drahtlosen Internetzugang.

Leona Lewis und Mika Häkkinen
Ihre China-Premiere feierten zudem der neue Mercedes-Supersportler SLS AMG sowie das E-Klasse Cabrio. Doch neben der Präsentation neuer Modelle durfte natürlich auch ein wenig Show nicht fehlen. In diesem Fall gab die britische Popsängerin Leona Lewis einige ihrer Hits zum besten. Wenn schon nicht der aktuelle Mercedes-Formel-1-Pilot Michael Schumacher, so bestaunte dann mit Mika Häkkinen immerhin ein ehemaliger Formel-1-Fahrer die neuen Fahrzeuge. Vor allem vom SLS-Flügeltürer zeigte sich der Finne ganz begeistert. Eine Weltpremiere hat sich Mercedes dann doch noch für die Messetage selbst aufbewahrt: Die Rede ist von der um 13 Zentmeter gestreckten Langversion der E-Klasse. Sie wird nicht nur in China gebaut, sondern bleibt auch exklusiv dem dortigen Markt vorbehalten.

Pekinger Premieren-Show