GTÜ prüft die Reinigungskraft von zehn Felgenreinigern

Eingebrannter Bremsstaub, Teer und Schmierfett: Felgen schmuddeln sich gerne mit diesen hartnäckig anhaftenden Stoffen ein. Seifenwasser und Bürste reichen nicht, um der metallenen Reifenaufnahme wieder zu trefflichem Glanz zu verhelfen. Es bedarf also des Einsatzes von Chemie. So hat die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) zehn Felgenreiniger geprüft. Die Rezepturen eignen sich für Stahl- und Leichtmetallfelgen und mussten sich auch hinsichtlich ihrer Materialverträglichkeit beweisen.

Starke Unterschiede
Die Preise der untersuchten Reiniger spannen sich von sechs bis 15 Euro – und mit dem Nirgin EvoTec gewinnt das teuerste Produkt. Aral Supershine für 13,70 Euro liegt auf Platz zwei. Komfortabel: Bei leichten bis mittleren Verschmutzungen reicht bei beiden Reinigern ein Einsprühen der Felge und nachfolgendes Abspülen – eine mechanische Nachbearbeitung ist nicht notwendig. Wer nachpoliert oder einen Hochdruckreiniger einsetzt, erzielt auch mit den Putzmitteln von Kärcher (6,20 Euro), Ford (12,20 Euro) und Sonax (9,90 Euro) gute Ergebnisse. Die Reiniger von Shell (11,00 Euro) und VW (13,00 Euro) konnten nicht überzeugen. Mit unbefriedigenden Testergebnissen glatt durchgefallen sind Alpin Pro (6,00 Euro), Armor All (10,00 Euro) und das Test-Schlusslicht von A.T.U. (10,00 Euro). Die Verlierer-Gruppe ist gerade mal für das Reinigen von Kunststoff-Radkappen gut, so die GTÜ.

Falsche Versprechungen
Alle Reiniger bewiesen im Labor eine gute Materialverträglichkeit – an Radbolzen, Stahl- und Alufelgen sowie Gummi- und Kunststoffteilen hinterließen sie keine unerwünschten Spuren. Angetrocknete weiße Ablagerungen auf dem Lack lassen sich mit einem nassen Schwamm rückstandsfrei entfernen. In einem Punkt versprechen die Hersteller allerdings mehr, als sie halten können: Der propagierte Schutz vor einer schnellen Wiederverschmutzung konnte bei keinem der Testkandidaten festgestellt werden.