Kleinwagen-Konzept für die Städte von morgen

Mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung leben schon heute in Städten, bis 2050 werden es voraussichtlich 70 Prozent sein. Besonders für die Autofahrer unter ihnen werden die Folgen spürbar sein: Mautgebühren und knapper Parkraum. Hinzu kommt der ins Ungewisse steigende Ölpreis. In China ist der Trend zur Verstädterung schon seit längerem spürbar, weshalb Ford nicht ohne Grund in der Millionen-Metropole Peking eine Kleinwagen-Studie namens Start Concept vorstellt.

Rund durch den Wind
Mit einer Länge von 3,68 Meter übertrifft das Start Concept den Ford Ka um sechs Zentimeter. Die Studie ist 1,69 Meter breit, der Radstand beträgt 2,30 Meter. Um Gewicht zu sparen, besteht die Karosserie aus Aluminium und hochfesten Stählen. Ähnlich wie beim Smart gibt es so genannte ,Body Panels". Die Fahrzeugbeplankung besteht beim Ford aus Verbundwerkstoff, das Dach kann einfach gewechselt werden, sobald eine andere Farbe gewünscht wird. Insgesamt fällt die sehr rundliche Form des Start Concept auf, die ein wenig an den ersten Ka erinnert. Ford selbst spricht von einer Silhouette in Tropfenform. Für eine gute Rundumsicht gibt es durchsichtige C-Säulen sowie ein weit in die Seiten gezogenes Heckfenster. Sowohl die schmalen Scheinwerfer als auch die Rückleuchten arbeiten mit LED-Technik. Als kleine Verspieltheit befindet sich die dritte Bremsleuchte in einer Finne auf dem hinteren Dachabschluss.

Einfach und übersichtlich
Im Ford Start Concept sollen vier Personen Platz finden. Das Armaturenbrett ist eine einteilige Konstruktion, eine wechselbare Zierleiste zieht sich durch den Innenraum. Der Schalthebel des Fünf-Ganggetriebes ist hoch auf der Mittelkonsole angeordnet, ebenso die Schalter der elektrischen Fensterheber. Ganz oben befindet sich ein Monitor, über den Funktionen wie die Klimatisierung gesteuert werden. Zusätzlich kann ein Smartphone angeschlossen werden, per Spracherkennung werden das Adressbuch oder die Navigation aufgerufen. Einige Tätigkeiten wie das Tippen von Kurznachrichten während der Fahrt werden vom System namens ,MyFord Mobile" nicht erlaubt.

Kraft aus wenig Hubraum
Unter der Haube des Ford Start Concept arbeitet ein so genannter EcoBoost-Benziner mit einem Liter Hubraum. Der aufgeladene Direkteinspritzer mit drei Zylindern soll in Sachen Leistung und Drehmoment das Niveau eines herkömmlichen 1,6-Liter-Vierzylinders erreichen, aktuell wären das rund 100 PS. Trotzdem sollen die CO2-Emissionen unter 100 Gramm pro Kilometer liegen.

Bildergalerie: Ford zeigt Start Concept