Deutsche Fabrikate vorn, Mercedes am besten

Europas größter Automobilklub, der ADAC, veröffentlicht die Pannenstatistik für das Jahr 2009. In drei Wagenklassen erobert Mercedes die Spitzenposition. Auch sonst liegen deutsche Hersteller ganz vorn.

Frankreich und Deutschland super
Bei den Kleinstwagen kann der Citroën C1, der baugleich mit Peugeot 107 und Toyota Aygo ist, den ersten Platz abräumen. Hinter ihm liegen der Fiat Panda und der VW Fox. Nur ein ,mangelhaft" erreicht hier der Chevrolet Matiz der Baujahre 2008 und 2009. In der Kategorie ,Kleine Klasse" überzeugt der Mini. Ihm dicht auf den Fersen sind der Ford Fusion und der Mitsubishi Colt. Der Fiat Punto liegt hier zwar hinten, schafft aber immer noch ein ,gut". Die untere Mittelklasse entscheidet die Mercedes B-Klasse für sich. Audi A3 und BMW 1er folgen auf den Plätzen. Der Peugeot 307 ist hier Letzter, ist aber insgesamt noch mit guten bis befriedigenden Noten dabei. Die Mittelklasse beziehungsweise obere Mittelklasse dominiert wieder Mercedes – hier mit der C-Klasse. Jedes der teilnehmenden sechs Baujahre erreicht ein ,sehr gut". BMW 3er und Audi A6 folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Toyota, Hyundai und Opel problematisch
In der Kategorie Sportwagen/Cabrios nehmen nur vier Fahrzeuge teil. Hier schlägt Mercedes mit SLK und CLK zu. Der Peugeot 207 CC schafft es ebenfalls aufs Treppchen. Bei den Geländewagen wird es bayerisch: Der BMW X3 liegt vor seinem großen Bruder, dem BMW X5. Den dritten Platz belegt der Nissan Qashqai. Alle Fahrzeuge heimsen für jedes Baujahr ein ,sehr gut" ein. Der Toyota RAV4 und der Hyundai Tucson markieren in dieser Klasse mit deutlichem Abstand das Tabellenende. Bei den kleinen Vans kann Citroën mit dem C4/Xsara Picasso punkten, erreicht ausschließlich sehr gute Wertungen. Opel Zafira und Renault Kangoo enttäuschen. In Sachen großer Vans räumt VW mit dem Sharan und Seat mit dem baugleichen Alhambra die ersten Plätze ab – hier reichen für die vorderen Platzierungen gute bis befriedigende Noten. Das Schlusslicht nimmt Ford mit dem Transit ein.

Elektronik macht am meisten Sorgen
Seine Statistik setzt der ADAC aus den Pannen der ein- bis sechsjährigen Fahrzeuge seiner Klubmitglieder zusammen. Die häufigsten Versagens-Ursachen waren, wie schon im Vorjahr, Probleme mit der Fahrzeugelektronik (40,8 Prozent) und Schäden an der Zündanlage (10,8 Prozent). Motorprobleme sind dagegen mit 7,6 Prozent recht selten.

Bildergalerie: ADAC-Pannenstatistik