Deutscher Autobauer liefert Motoren für neuen Super-Streifenwagen

Amerikanische Cops sind künftig mit BMW-Technik unterwegs. Denn der Münchner Autobauer liefert in den kommenden Jahren sage und schreibe 240.000 Dieselmotoren für US-Streifenwagen. Auftraggeber ist die Carbon Motors Corporation. Das 2003 gegründete Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Polizei- und Sicherheitsfahrzeugen spezialisiert.

Robuster Einsatzwagen
Mit dem E7 will die Firma aus dem Bundesstaat Indiana ab dem Jahr 2012 einen neuen, speziell für den Polizeialltag konzipierten Einsatzwagen auf die Straße bringen. Allein aufgrund seines Erscheinungsbilds dürfte der grimmig drein schauende E7 bereits den ein oder anderen Gelegenheitsgangster das Fürchten lehren: Die Limousine ist über fünf Meter lang, verfügt über eine rammfeste Karosserie und rollt auf mächtigen 19-Zöllern. Neben gegenläufig öffnenden Türen fallen die in das Dach und in die Frontpartie integrierten LED-Signalleuchten auf.

Vorne modern, hinten spartanisch
Das Cockpit ist mit allerlei Technik und zahlreichen Touchscreens ausgestattet. Der Fond ist durch eine Glasscheibe von den beiden vorne sitzenden Polizisten abgetrennt. Während Fahrer und Beifahrer auf bequemen Ledersitzen Platz nehmen, ist der hintere Bereich für zwei Gefangene komplett aus robustem, abwaschbaren Kunststoff gefertigt.

Drei Liter Hubraum und 245 PS
Die gesamte Antriebseinheit inklusive Kühl- und Abgassystem sowie das serienmäßige Automatikgetriebe stammen von BMW. Die Sechszylindermotoren, welche unter anderem auch in der 3er-, 5er- und 7er-Reihe zum Einsatz kommen, verfügen über drei Liter Hubraum und 245 PS. So beschleunigt der E7 in weniger als sieben Sekunden auf Tempo 100 und ist fast 250 km/h schnell. Gleichzeitig fallen die Motoren relativ umweltfreundlich aus. Der Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß von 240.000 US-Polizei- und Behördenfahrzeugen soll damit in den kommenden Jahren um bis zu 40 Prozent gegenüber den noch momentan eingesetzten Modellen sinken.

Popularität des Diesels steigern
Neben einer neuen milliardenschweren Einnahmequelle hofft der deutsche Hersteller auf einen positiven Nebeneffekt des Großauftrags – nämlich die Popularität des Diesels in den USA steigern zu können. Bisher hat BMW dort mit dem X5 xDrive 35d und dem 335d erst zwei Fahrzeuge als Selbstzünder im Programm.

BMW-Technik für US-Cops