BMW-Boss und Opel-Chef fahren emissionsfrei vor, VW präsentiert Elektro-Golf

Auflauf der Elektroautos in Berlin: Die Gründungsveranstaltung der ,Nationalen Plattform Elektromobilität" nutzten die deutschen Autohersteller, um in der Bundeshauptstadt ihre Prototypen und seriennahe Modelle mit Elektroantrieb zu präsentieren.

VW zeigt Merkel elektrisches ,Berlin Taxi"
Während sich BMW-Chef Norbert Reithofer im Mini E zum Kongress chauffieren ließ, fuhr Opel-Boss Nick Reilly höchstpersönlich einen Ampera zum Veranstaltungsort. VW präsentierte im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel das ,Berlin Taxi". Das per Elektromotor betriebene Concept Car eines Großserien-Taxis basiert auf der Studie space up!, die 2007 auf der Tokyo Motor Show erstmals gezeigt worden war. Weltpremiere feierte in Berlin zudem der Golf blue-e-motion. Die rein elektrisch angetriebene Version des Golf soll 2013 in Serie gehen. Mit dem Audi e-tron und dem Hybrid-Sportler Porsche 918 Spyder wurden der Bundeskanzlerin zwei weitere umweltfreundliche Konzeptautos aus dem Volkswagen-Konzern vorgestellt.

Ziel: Eine Million Elektroautos bis 2020
In der ,Nationalen Plattform Elektromobilität" wollen Bundesregierung, Automobil- und Energieindustrie sowie Wissenschaft zusammenarbeiten, um Deutschland zum weltweiten Marktführer in Sachen Elektromobilität zu machen. Ziel der Initiative ist es, bis zum Jahr 2020 mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen.

Erste Ziele formuliert
An der Gründungsveranstaltung wurden unter der Leitung von Angela Merkel erste gemeinsame Ziele formuliert. Dazu zählen die Minderung der CO2-Emissionen, eine Reduzierung der Kosten für Elektrofahrzeuge sowie der Aufbau einer bedarfsgerechten Lade- und Netzinfrastruktur. Die Automobilindustrie hat ihren Willen bekundet, in den kommenden Jahren dafür rund 20 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung zu investieren. In sieben Arbeitsgruppen sollen zunächst Vorschläge für die Erreichung der angestrebten Ziele erarbeitet werden. In diesen Gruppen sitzen teils hochrangige Vertreter der deutschen Autohersteller, darunter etwa die Vorstände Thomas Weber (Daimler) oder Reinhard Dräger von BMW. Auch Audi, Opel und Volkswagen sind in den Gremien vertreten.

Auflauf der Elektroautos