Erste Fahreindrücke für den Formel-1-Piloten im Hybrid-Rennwagen

Der Porsche GT3 R Hybrid hat seinen bislang ungewöhnlichsten Einsatz vor dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring (13. bis 16. Mai) mit Bravour bestanden: Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg testete den Hybrid-Rennwagen im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft und zeigte sich in mehrfacher Hinsicht begeistert: ,Tolles Auto, faszinierende Technik und eine atemberaubende Rennstrecke", so sein Kommentar. Hülkenberg fährt in der aktuellen Formel-1-Saison für das Team Williams und startete in allen bisherigen vier Grand Prixs.

Erste Eindrücke für Nico Hülkenberg
Insgesamt drehte der Formel-1-Pilot bei seiner Premiere auf der Nordschleife drei Runden im GT3 R Hybrid und konnte einen ersten Eindruck des Zusammenspiels aller Komponenten des Hybrid-Systems machen. ,Dieser Test hat mir großen Spaß gemacht. Ich bin beeindruck, wie gut der Hybrid-Antrieb im Porsche 911 funktioniert hat", sagte Hülkenberg. Eine der Komponenten des Hybrid-Systems, der im Innenraum verbaute Schwungradspeicher, wurde von Williams Hybrid Power nach Porsche-Vorgaben konzipiert und gefertigt.

Vorteil: Schwungradspeicher
Im Porsche 911 GT3 R Hybrid ergänzen zwei jeweils rund 82 PS starke Elektromotoren an der Vorderachse den 480 PS starken Vierliter-Boxermotor im Heck. Anstelle der in Hybrid-Straßenfahrzeugen üblichen Batterien liefert ein neben dem Fahrer untergebrachter elektrischer Schwungradspeicher die Energie für die Elektromotoren. Im Vergleich zu einer Batterie bietet dieser den Vorteil, hohe Energiemengen deutlich schneller speichern und wieder abgeben zu können.

Optimale Effizienz im Renntempo
Das Zusammenspiel von Verbrennungs- und Elektromotoren sorgt dank einer elektronischen Steuerung auch im Renntempo automatisch für optimale Effizienz. Zum Überholen oder beim Herausbeschleunigen aus Kurven kann der Pilot alternativ manuell in de Steuerung eingreifen und die geladene Energie per Boost-Wippe an die Vorderräder schicken. Diese Zusatzleistung von 164 PS steht dem Piloten nach jedem Ladevorgang für eine kurze Dauer von etwa sechs bis acht Sekunden zur Verfügung.

Bildergalerie: Nordschleifen-Debüt