Rexton, Rodius und Actyon Sports bleiben im Programm

Der südkoreanische Automobilhersteller SsangYong stellt sich neu auf. Offizieller Importeur in Deutschland wird in Zukunft die Firma Alcadis sein, die sich bisher schon in einigen europäischen Staaten als Importeur asiatischer Fahrzeuge betätigt. Außerdem wird die Gründung der SsangYong Motors Deutschland mit Sitz im Großraum Köln vorbereitet. Marktstart ist Ende 2010. Im Januar 2009 hatte der Vierradspezialist in Südkorea Insolvenz anmelden müssen, doch begann die Produktion wenig später erneut. Im August 2010 gab der indische Hersteller Mahindra bekannt, dass er das Unternehmen kaufen wird.

Korea kann`s auch – seit 1983
Verkauf und Service der SsangYong-Modelle sollen zunächst die bereits bestehenden Händler übernehmen. In den nächsten zwei Jahren soll das Netz auf etwa 150 Vertragshändler ausgebaut werden. Die SsangYong-Modelle Rexton, Rodius und Actyon Sports bleiben im Angebot. Zugpferd soll aber der neue Korando werden, ein kompaktes SUV. Außerhalb Europas waren die ersten drei Generationen des Korando von 1983 bis 2006 auf den Markt. Der Name ist angeblich eine Verkürzung von ,Korea can do", also etwa ,Korea kann's auch". Nach einer Pause von fünf Jahren meldet sich der Korando jetzt auf den globalen Märkten mit der vierten Generation zurück. Als Studie C200 war das Fahrzeug auf dem Pariser Autosalon 2008 zu sehen.

Erstmals mit selbsttragender Karosserie
Das Design stammt von Italdesign-Giugario. Das SUV besitzt eine selbsttragende Karosserie – eine Premiere bei SsangYong. Erhältlich ist der Korando zunächst als e-XDi200 mit einem neu entwickelten 2,0-Liter-Turbodiesel mit 175 PS und 360 Newtonmeter ab 2.000 U/min. Damit soll der Korando 6,0 Liter verbrauchen. Der Diesel erfüllt nicht nur die Euro-5-Richtlinien, sondern ist bereits auf Euro 6 hin ausgelegt. Auch ein Rußpartikelfilter ist Serie. Weitere Motoren sollen folgen.

Front- oder Allradantrieb
Außerdem hat man die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb. Auch die Version mit permanentem Allradantrieb fährt unter normalen Straßenbedingungen wie ein Fronttriebler. Sobald die Traktion aber vorne nachlässt, wird ein Teil der Antriebskraft an die Hinterräder umgeleitet. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h kann außerdem eine feste Kraftverteilung eingestellt werden.

Sechs Gänge – manuell oder automatisch
In puncto Getriebe kann man zwischen Sechsgang-Schaltung und sechsstufiger Automatik wählen. Beim manuellen Getriebe erleichtert ein kurz übersetzter erster Gang das Anfahren, der lange sechste Gang ist als Spargang ausgelegt. Beim Automatikgetriebe kann man über den Wählhebel oder über Schalter am Lenkrad manuell die Gangwahl beeinflussen. Das Fahrwerk ist vorn mit den üblichen McPherson-Federbeinen ausgestattet, hinten gibt es eine Multilenkerachse mit Schraubenfedern. Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags sind Serie, ESP wird immerhin angeboten.

Marktstart noch 2010
Der 4,41 Meter lange Fünfsitzer bietet 486 Liter Kofferraumvolumen. Die Sitze lassen sich im Verhältnis 60:40 umklappen, doch das Stauvolumen bei umgeklappten Sitzen wurde noch nicht mitgeteilt. Der Innenraum ist in Schwarz und in Beige erhältlich. Eine Bodenfreiheit von 18 Zentimeter, ein Böschungswinkel von 23 Grad vorne und 28 Grad hinten sowie ein Rampenwinkel von 19 Grad charakterisieren die Offroadeigenschaften. Mit Allradantrieb beträgt die maximale Steigfähigkeit 48 Prozent, mit Frontantrieb sind es 33 Prozent. Der Korando soll Ende 2010 auf den Markt kommen. Der Preis ist noch nicht bekannt.

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