Bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch und Funktionseinbußen bei ESP und ABS möglich

Etwa jedes zweite Fahrzeug europaweit ist mit falschem Reifendruck unterwegs. Zu wenig Luft im Pneu führt zu einem höheren Kraftstoffverbrauch, gesteigertem Reifenverschleiß und kann Schäden verursachen. Eine Untersuchung des Automobilclubs ADAC zeigt den Einfluss von zu geringem Luftdruck auf die Fahrstabilität und damit auf die Fahrsicherheit. Die Studie ergab weiter, dass es wegen zu geringem Reifendruck an einzelnen Rädern bei Fahrerassistenzsystemen wie ABS und ESP zu Fehlfunktionen kommen kann.

Funktionseinbußen beim ABS
Besonders fatal soll sich der fehlende Druck an den Vorderreifen auswirken. Bereits eine Minderung um 0,5 bar wirkt sich negativ auf das Aquaplaningverhalten in Kurven aus. Bei stärkerem Druckverlust verschlechtern sich die Fahreigenschaften noch deutlicher, da der betroffene Reifen in der Kurve nur einen Teil der möglichen Seitenkräfte übertragen kann. Außerdem arbeitet bei zu niedrigem Luftdruck das ABS nicht mehr optimal.

Bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch
Weniger brisant ist ein Druckverlust an einem Hinterrad. Hier kommt es allerdings vor allem dann zu Problemen, wenn die Seitenführungskräfte der Reifen gefragt sind, wie etwa beim Spurwechsel oder in Kurven. Fehlt dagegen in allen vier Reifen ein Druck von einem bar, verschlechtern sich die Fahreigenschaften insgesamt drastisch. Gleichzeitig steigt der Verbrauch um bis zu 0,3 Liter auf 100 Kilometer.

Falscher Reifendruck