Franzosen präsentieren frischen Elektro-Sportler

Bereits 2004 hat Venturi einen Aufsehen erregenden Sportwagen vorgestellt: den elektrisch betriebenen Fétish. Der 540.000 Euro teure Technologie-Flitzer holte die Idee des Elektroautos in die Gegenwart, konnte aber nicht mit der medialen Präsenz eines seit 2008 verfügbaren Tesla Roadster mithalten. Nun schieben die Franzosen eine neue Generation des Fétish nach. Der Wagen ist deutlich günstiger als sein Vorgänger – aber immer noch wahnsinnig teuer.

Karbon-Aluminium-Chassis
Der Fétish soll ganz klar in der Sportwagen-Ecke räubern und rennstreckentauglich sein. Flach liegt er auf der Straße, sein Chassis besteht ähnlich wie beim Venturi America aus einem Karbon-Monocoque mit Crashboxen aus Aluminum-Waben an Front und Heck. Auch beim Fétish werden die Passagiere durch ein nicht näher erläutertes System vor den elektromagnetischen Emissionen der Batterie geschützt. Der Akku des Zweisitzers bringt allein 450 Kilogramm auf die Waage. Trotzdem wiegt das Fahrzeug nur 1.225 Kilogramm, 125 Kilogramm weniger als der America, aber immer noch fünf mehr als ein Tesla Roadster.

Neu entwickelter Elektromotor
In Sachen Antrieb wird der neue Fétish mit dem gleichen System ausgerüstet, mit dem auch der America unterwegs ist: Ein 220-Kilowatt-Elektromotor (300 PS) bezieht seine Energie von einem 54-Kilowatt-Lithium-Polymer-Akku. Das maximale Drehmoment von 380 Newtonmeter liegt von null bis 6.000 U/min an, wobei das Triebwerk bis zu 12.500 U/min hochdreht. Bei konstant 90 km/h soll der Fétish mit einer Batterieladung bis zu 340 Kilometer weit kommen. Dann muss er wieder für acht Stunden an das 230-Volt-Haushalts-Netz oder für drei Stunden an die Schnelllade-Station.

4,0 Sekunden
Den Spurt von null auf 100 km/h erledigt der Fetisch in 4,0 Sekunden. Das ist schnell, aber der Tesla Roadster (3,9 Sekunden) und der Tesla Roadster Sport (3,7 Sekunden) sind da noch ein bisschen schneller. Als Höchstgeschwindigkeit sind 200 km/h drin (America: 180 km/h, Tesla Roadster Sport: ebenfalls 200 km/h). Wer den neuen Fétish haben möchte, muss ihn direkt beim Hersteller in Monaco bestellen. Den Individualisierungs-Wünschen der Kunden sind laut Venturi keine Grenzen gesetzt – wohl aber der Zahl der Fahrzeuge. Gerade mal zehn handgemachte Fetische verlassen pro Jahr die Werkhallen. Entsprechend ist auch der Preis: 357.000 Euro kostet so ein elektrischer Renner. Das ist zwar 183.000 Euro weniger als noch beim ersten Fétish von 2004, aber ein Tesla Roadster Sport ist bereits für zirka 100.000 Euro zu haben. Auf seinen Fétish muss der Käufer nach der Bestellung dann auch noch zwölf Monate warten.

Datenblatt

Motor und Antrieb
Motorart Elektromotor 
Leistung in PS 300 
Leistung in kW 220 
bei U/min 0-6.000 
Drehmoment in Nm 380 
Antrieb Heckantrieb 
Gänge
Fahrwerk
Spurweite vorn in mm 1.508 
Spurweite hinten in mm 1.600 
Radaufhängung vorn Dreiecks-Querlenker 
Radaufhängung hinten Dreiecks-Querlenker 
Bremsen vorn Scheibenbremsen, innen belüftet, 320 x 28 mm 
Bremsen hinten Scheibenbremsen, innen belüftet, 295 x 28 mm 
Räder, Reifen vorn 225/45 R17 auf 7,5J x 17 
Räder, Reifen hinten 245/40 R18 auf 9J x 18 
Geländekompetenz
Bodenfreiheit in mm 125 
Maße und Gewichte
Länge in mm 3.935 
Breite in mm 1.980 
Höhe in mm 1.180 
Radstand in mm 2.600 
Leergewicht in kg 1.225 
Fahrleistungen / Verbrauch
Höchstgeschwindigkeit in km/h 200 
Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 4,0 
Weitere Informationen
1/moreName Lithium-Polymer 
2/moreName 54 kWh 
3/moreName 450 kg 
4/moreName über 1.800 Ladezyklen 
5/moreName 8 h 
6/moreName 3 h 
7/moreName 340 km 
8/moreName 12,8 s 

Neuer Fétish von Venturi