Mondeo jetzt auch als Spritsparmodell, Hybrid- und Elektroautos ankündigt

Mit einer Reihe von Neuheiten präsentiert sich Ford auf dem Pariser Autosalon 2010 (2. bis 17. Oktober). Im Mittelpunkt steht die dritte Generation des Focus, die 2011 an den Start geht. Das Kompaktmodell ist in der französischen Hauptstadt in allen drei Karosserievarianten zu sehen – als Fünftürer, als viertüriges Stufenheckmodell und als Kombivariante Turnier. Einen Dreitürer wird es künftig nicht mehr geben, ebensowenig ein Cabrio.

Von 95 bis 182 PS
Jetzt hat Ford auch Details zum Motorenangebot des Focus veröffentlicht. Auf Benzinerseite stehen Aggregate mit 105, 125, 150 und 182 PS zur Verfügung. Die Dieselpalette umfasst Triebwerke mit 95, 115, 140 und 163 PS. Die Topmotorisierung ist ein EcoBoost-Benziner mit 1,6 Liter Hubraum und 182 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 240 Newtonmeter, im so genannten Overboost stehen sogar 270 Newtonmeter zur Verfügung. So angetrieben beschleunigt der fünftürige Focus in 7,9 Sekunden auf Tempo 100 und fährt bis zu 222 km/h schnell. Als Verbrauch gibt der Hersteller einen Wert von 6,0 Liter an, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 139 Gramm je Kilometer.

250 PS starker Focus ST
Besonders sparsam präsentieren sich die beiden 1.6 TDCi mit 95 beziehungsweise 115 PS. Sie sollen sich mit durchschnittlich 4,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer begnügen und lediglich 109 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen. Alle 1,6-Liter-Varianten werden serienmäßig mit einem Start-Stopp-System kombiniert. Als Topmodell wird es den Focus ST geben. Die 250 PS starke Sportversion ist in der französischen Hauptstadt als seriennahe Studie zu sehen. Auf den Markt soll der ST dann Anfang 2012 kommen. Angetrieben wird der Kompaktsportler von einem EcoBoost-Benzindirekteinspritzer mit vier Zylindern, Turboaufladung und zwei Liter Hubraum.

Diverse Assistenz- und Sicherheitssysteme
Für die neue Focus-Generation werden eine Reihe von Assistenzsystemen angeboten. Premiere feiert das so genannte Low Speed Safety System. Es soll vor Auffahrunfällen und Frontalkollisionen bei Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h schützen. Dabei überwacht ein nach vorne gerichteter optischer Sensor, ob Objekte in Front des Fahrzeugs eine Unfallgefahr darstellen. In Intervallen von 50 Mal pro Sekunde wird die Bremswirkung berechnet, die notwendig ist, um einen Zusammenprall zu vermeiden. Diagnostiziert das System eine Unfallgefahr und erkennt gleichzeitig, dass die notwendige Reaktion des Fahrers ausbleibt, werden das Motormoment zurückgenommen und die Bremsen aktiviert. Ebenfalls künftig für den Focus erhältlich sind ein Einpark-Assistent, ein Spurhalte-Warner, ein Fernlicht-Assistent, ein Verkehrsschild-Erkennungssystem, ein Müdigkeitswarner sowie ein Toter-Winkel-Assistent.

In 120 Ländern verkauft
Der neue Focus kommt im Frühjahr 2011 zeitgleich in Europa und in Nordamerika auf den Markt. Insgesamt soll das Fahrzeug künftig auf mehr als 120 Märkten in aller Welt angeboten werden. Produziert wird der Focus künftig in Saarlouis, in Michigan in den USA, im russischen St. Petersburg sowie im chinesischen Chongqing.

Für die Rallye-WM: Fiesta RS WRC
In Paris feiert auch das neue Fahrzeug für die Rallye-Weltmeisterschaft Premiere. Statt einem Focus kommt in der WRC (World Rally Championship) künftig ein spezieller Fiesta zum Einsatz. Der gemeinsam von Ford Europa und seinem langjährigen Teampartner M-Sport neu entwickelte Fiesta RS WRC passt sich dem neuen technischen Reglement der WM an, das jetzt 1,6 Liter große Turbomotoren vorschreibt. Das neue Rallye-Modell basiert auf dem Fiesta S2000, der im Januar 2010 sein Wettbewerbsdebüt bei der Rallye Monte Carlo gab, allerdings von einem Zweiliter-Sauger angetrieben wurde.

Ab Februar 2011 im Einsatz
Neben Modifikationen an der Karosserie wurden beim Fiesta RS WRC auch Änderungen am Fahrwerk, an den Bremsen und an der Kraftübertragung vorgenommen. Mit dem Fiesta RS WRC werden die Werksfahrer Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen und Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila im Februar 2011 im Rahmen der Rallye Schweden erstmals bei einem WM-Lauf an den Start gehen.

Premiere für Mondeo EcoNetic
Der geliftete Mondeo gibt auf der Automesse in Paris sein Debüt in der Spritspar-Version ECOnetic. Als Antrieb dient eine 115 PS starke Version des 1,6-Liter-Turbodiesel. Das Sechsgang-Schaltgetriebe ist länger übersetzt, ein Start-Stopp-System gehört zur Serienausstattung. Weitere Maßnahmen sind ein spezielles Aerodynamikpaket, eine Fahrwerkstieferlegung und rollwiderstandsoptimierte Reifen. So soll der Mondeo ECOnetic im Schnitt nur 4,3 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Den CO2-Ausstoß gibt der Hersteller mit 115 Gramm pro Kilometer an.

Ka jetzt immer mit Start-Stopp
Der Ford Ka wird jetzt immer mit einem Start-Stopp-System ausgestattet. Ab November 2010 sind beide Motorvarianten mit der verbrauchssenkenden Technologie ausgestattet. Der 69 PS starke Benziner verbraucht dadurch nur noch 4,9 Liter, der 75-PS-Diesel nur noch 4,1 Liter Sprit. Eine Schaltempfehlungsanzeige weißt den Fahrer auf den optimalen Zeitpunkt für einen Gangwechsel hin.

Hybrid- und Elektrofahrzeuge
Ford kündigt zudem für die kommenden Jahre die Einführung einiger Hybrid- und Elektrofahrzeuge an. Den Auftakt wird bereits 2011 in den USA ein elektrisch betriebener Transit Connect machen, gefolgt von einer E-Variante der neuen Focus-Baureihe 2012. Die ersten für europäische Kunden vorgesehenen Hybrid-Modelle auf Basis des neuen Ford C-Max werden im spanischen Werk Valencia vom Band laufen. Dabei handelt es sich zum einen um eine vollhybride Variante (Hybrid Electric Vehicle), aus der dann zusätzlich ein Plug-in-Hybride (PHEV) abgeleitet wird. 2013 sollen die beiden Modelle serienreif sein. Der C-Max PHEV und der C-Max HEV setzen beide auf Powersplit-Konzept. Dabei kommt ein Verbrennungsmotor in Kombination mit einem elektrischen Hochspannungsmotor und -generator sowie Lithium-Ionen-Batterien zur Anwendung. Je nach Fahrsituation können der Elektro- und der Verbrennungsmotor entweder gemeinsam oder getrennt voneinander zum Einsatz kommen.

Elektrischer Focus und Transit kommen
Ein weiteres umweltgerechteres Antriebskonzept kann Ford bald mit den neuen Modellvarianten Focus Electric und Transit Connect Electric anbieten. Beide rein Batterie betriebenen Modelle kommen komplett ohne Verbrennungsmotor und Kraftstofftank aus, sondern laden ihre Batterien an konventionellen Haushaltssteckdosen auf. Eine entsprechende Kabelverbindung zählt zum serienmäßigen Lieferumfang. Die für die Lithium-Ionen-Akkus notwendige Umwandlung von Wechsel- auf Gleichstrom übernimmt dabei ein in das Automobil integrierter Gleichrichter.

Focus startet Anfang 2011