Kleine Zweisitzer-Studie soll bis zu 140 Kilometer rein elektrisch fahren

2004 zeigte die italienische Designschmiede Pininfarina die Studie Nido, bei der besonderes Augenmerk auf das Thema Sicherheit gelegt wurde. Sechs Jahre später wird nun passend zum 80. Firmengeburtstag eine überarbeitete Variante des Kleinwagens vorgestellt, die dank Elektroantrieb besonders umweltfreundlich ausfällt.

So groß wie ein Smart
Der Nido EV ist der erste Prototyp einer modularen Plattform, auf der neue Arten von Hybrid- und Elektroautos entwickelt werden sollen. Das Fahrzeug, das Pininfarina zufolge nur unwesentlich größer als ein Smart Fortwo ausfällt, ist als zweisitziges Stadtauto konzipiert. Außen übernimmt der Elektroflitzer weitgehend das Grunddesign der Studie von 2004, zeigt sich aber etwas aufgefrischt und modernisiert. Der Innenraum offenbart, dass es sich noch um einen Prototypen handelt. Auf Ästhetik wurde hier nur wenig Wert gelegt.

In acht Stunden voll
Im Nido EV kommt ein im Heck untergebrachter Elektromotor zum Einsatz. Als Energiespeicher dient die Natrium-Nickelchlorid-Batterie Zebra Z5, welche ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit garantieren soll. Ein kompletter Ladevorgang dauert rund acht Stunden. Die Reichweite des kleinen Pininfarina beträgt 140 Kilometer, so der Hersteller. Das maximale Drehmoment des 30 Kilowatt leistenden E-Motors liegt bei 125 Newtonmeter. Innerhalb von 6,7 Sekunden beschleunigt der Nido EV aus dem Stand auf 60 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf Tempo 120 begrenzt.

Recycelbare Batterie
In der Zebra-Batterie sollen keinerlei schädliche chemische Stoffe enthalten sein. Sie ist außerdem zu 100 Prozent recycelbar und kann anschließend zur Herstellung von rostfreiem Stahl verwendet werden. Ebenfalls zur Umweltverträglichkeit tragen so genannte ,grüne" Reifen von Pirelli bei. Die Klimaautomatik ist so programmiert, dass der Stromverbrauch an Bord sehr gering ausfallen soll.

Basis für weitere Varianten
Während der Prototyp des Nido EV über eine Stahlkarosserie verfügt, würde ein etwaiges Serienmodell einen Aluminium-Spaceframe nutzen. Auf derselben Basis könnten noch weitere Varianten entstehen – etwa ein 2+2-Sitzer, ein Pickup, ein Minivan und ein Hybridauto.

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