Gestraffter Retro-Knuddel debütiert Anfang 2011

Seit der Ablösung des Sharan liegt die Krone des am längsten gebauten VW-Modells beim New Beetle. Neu ist die moderne Käfer-Interpretation trotz des Namens nämlich nicht mehr, schon seit 1998 ist das Rundstück auf dem Markt. Ein Erlkönig zeigt jetzt, dass der Nachfolger kurz vor der Fertigstellung steht.

Gestrafftes Design
Der New-Beetle-Nachfolger dreht nur noch leicht getarnt letzte Testrunden. Bei den Stoßfängern kommen noch alte Teile zum Einsatz, doch insgesamt ist sehr gut zu erkennen, dass die Linienführung deutlich gestrafft wird. Natürlich soll das klassische Käfer-Design auch beim neuen Modell zentrales Gestaltungsvorbild sein, doch das Ergebnis fällt nicht mehr so knubbelig wie bislang aus. Eine abgesenkte Dachlinie und ein steilerer Heckabschluss sorgen für ein strafferes Design und eine größere Nähe zum Ur-Käfer. Auch das Gepäckabteil bietet so mehr Platz. Im Innenraum werden deutlich höherwertige Materialien zum Einsatz kommen, ob es weiterhin beim großen Zentralinstrument bleibt, ist noch unklar.

Technik vom Golf
Das es überhaupt ein Nachfolgemodell für den New Beetle gibt, ist dem US-Markt geschuldet. Dort läuft der Retro-VW bestens, während er in Europa seit dem Marktstart im Jahr 1998 eine begrenzte Fangemeinde fand. Kritikpunkte waren die mäßige Raumausnutzung, billige Materialien und ein hoher Preis. Im Jahr 2010 konnten sich bislang nur 2.189 deutsche Kunden für den New Beetle erwärmen, während im gleichen Zeitraum knapp 200.000 Golf an den Mann gebracht wurden. Beim Nachfolger erfolgt ein Wechsel von Golf-IV-Technik auf jene der sechsten Generation. Im Klartext heißt das: Moderne TSI- und TDI-Motoren, DSG-Getriebe, Start-Stopp- und Assistenzsysteme. Die Messepremiere für den brandneuen Beetle findet Anfang 2011 in Detroit statt, die Cabrioversion dürfte im Herbst des Jahres 2011 auf der IAA debütieren.

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