Der jüngste Erlkönig hat an Tarnung verloren

Die nächste Generation des Mercedes SLK zeigt sich mit immer weniger Tarnung. Erstmals können wir zudem einen Blick in den Innenraum werfen.

Erkennbare Konturen
Trotz der schwarzen Beklebung sind die wichtigsten Merkmale des roten SLK-Erlkönigs gut erkennbar. So wird deutlich, dass die Karosserieform behutsam weiterentwickelt wird. Die Heckpartie orientiert sich am Stil des verblichenen SLR Roadster, der SLK erhält ähnlich geschwungene Rückleuchten inklusive LED-Technik. Unverändert bleibt es beim Klappdach, es erhält zukünftig große Glaseinsätze. Der vordere Überhang wächst leicht in der Länge, auffällig sind die recht weit hinten positionierten Außenspiegel. Besonders markant ist der ausgeprägte Kühlergrill mit großem Stern, wie man ihn bereits vom SLS AMG und dem F 800 Style kennt. Er löst die umstrittene Formel-1-Frontpartie des bisherigen SLK ab. Anders als die Beklebung des Fahrzeugs vorgaukelt, wird die bisherige mandelförmige Scheinwerferoptik des SLK behutsam weiterentwickelt. Trotz massiver Tarnung im Innenraum sind dort die Mittelkonsole in Aluminium-Optik und die in Röhren untergebrachten Instrumente sichtbar.

Start im Frühjahr 2011
Offiziell vorgestellt wird der neue SLK auf dem Genfer Auto-Salon im Frühjahr 2011, kurze Zeit später erfolgt der Marktstart. Motorenseitig werden die Benziner komplett auf Direkteinspritzung umgestellt. Die Aggregate 200 CGI, 250 CGI mit vier Zylindern und der sechstöpfige 350 CGI arbeiten bereits in der E-Klasse. Der 350er-Motor wird überdies bei Leistung und Verbrauch optimiert. Je nach Modell kommen eine manuelle Sechsgang-Schaltung sowie Automatikgetriebe mit fünf oder sieben Gängen zum Einsatz. Im Rahmen der BlueEfficiency-Strategie dürfte es auch erstmals einen Diesel geben, denkbar ist ein SLK 250 CDI mit 204 PS. Im Topmodell SLK 55 AMG dient der neue Sportmotor mit acht Zylindern und regulären 544 PS als Grundlage. Vermutlich wird er für den kompakten Roadster jedoch auf rund 430 PS gedrosselt.

Bildergalerie: Erwischt: Mercedes SLK als Erlkönig