ADAC-Test: Wie weit kommt man mit 30 Euro im Tank?

Die Tankstellen scheinen sich momentan bei den Spritpreisen gegenseitig zu übertrumpfen. Kein Wunder, dass immer mehr Autofahrer sich dazu entschließen, nur für 30 Euro Kraftstoff zu zapfen. Doch wie weit kommt man damit überhaupt? Dieser Frage ist jetzt der Automobilclub ADAC mit zehn verschiedenen Modellen auf den Grund gegangen.

Viel Kraft, wenig Reichweite
Zur Berechnungsgrundlage wurden folgende Preise herangezogen: 1,20 Euro für einen Liter Diesel, 1,40 Euro für Super, 94 Cent für Erdgas (CNG), 65 Cent für Flüssiggas (LPG) und 98 Cent für Bio-Ethanol (E85). Alle Fahrzeuge starteten von Frankfurt am Main aus in verschiedene Richtungen. Schlechte Karten hatten die großvolumigen Benziner: Gerade einmal 171 Kilometer weit kam der Fahrer des BMW ActiveHybrid X6, kaum besser erging es dem Piloten der hubraumstarken Corvette, für den nach 181 Kilometer Feierabend war. Bei den Selbstzündern blieb der Land Rover Discovery 3.0 TDV6 SE Automatik bereits nach 239 Kilometer stehen. Bis ins 279 Kilometer entfernte Ulm schaffte es der mit Bio-Etanol betankte Saab 9-3 SportCombi 2.0t BioPower Vector, während der Chevrolet Matiz 1.0 SX immerhin 325 Kilometer weit bis nach Weimar kam.

Weit fahren mit Gas
Bester Benziner in der Runde war der Toyota Prius Executive, dessen Hybridantrieb ihn 467 Kilometer weit trug. Mit Flüssiggas ausgerüstet, endete die Fahrt für den Ford Fiesta 1.4 LPG Titanium, erst nach 568 Kilometer in Berlin. Als bester Diesel erreichte der VW Golf 1.6 TDI BlueMotion Trendline mit 610 Kilometer den Bronze-Rang. Dank des Preisvorteils von Erdgas rollte der VW Passat Variant 1.4 TSI EcoFuel Highline DSG insgesamt 658 Kilometer weit bis an die Kieler Förde. Auf Sylt konnte es sich der Fahrer des Fiat Panda 1.2 8V Natural Power bequem machen, der 13.570 Euro teure Kleinwagen schaffte die 724 Kilometer Fahrtstrecke mit einer 30-Euro-Erdgas-Tankfüllung. Um genauso weit zu kommen, hätte der Fahrer des BMW X6 ActiveHybrid übrigens für 127 Euro tanken müssen.

Der 30-Euro-Test