Mit herausnehmbaren Dachhälften und einer flexiblen Heckscheibe

1967 kam der erste Porsche 911 Targa auf den Markt. Charakteristisch war der farblich abgesetzte Überrollbügel mit Stahlblechstruktur und Edelstahlmantel, der gleichzeitig die B-Säule darstellte. Das Dachteil zwischen dem Bügel und der Frontscheibe war herausnehmbar. Bis zum Cabrio, das in den 1980er Jahren vorgestellt wurde, war der Targa die einzige Möglichkeit, einen Elfer offen zu fahren. Seit dem ab 1993 produzierten 911er vom Typ 993 haben Targa-Modelle ein elektrisch öffnendes Panorama-Glasdach, nicht mehr den Bügel und das demontierbare Dachteil. Die Ruf Automobile GmbH schafft nun Abhilfe. Der Kleinserienhersteller bietet das Modell ,Roadster" an. Es soll an den 911 Targa von 1967 erinnern.

Dachteil herausnehmbar
Der Ruf Roadster weist nach Firmenangaben eine aerodynamisch optimierte Scheibe auf. Vergleicht man sie mit der eines aktuellen Porsche 911, fällt auf, dass sie etwas niedriger ist. Wie beim Vorbild aus den 1960ern lässt sich das Dach entfernen. Es handelt sich dabei um zwei ,extrem leichte" Dachhälften aus Karbon. Die ,weiche" Heckscheibe ist aus dreilagigem Polyglas gefertigt. Ein Überrollbügel aus hochfestem Stahl soll für Sicherheit sorgen. Die Heckscheibe ist mit einem Reißverschluss am Überrollbügel befestigt und kann nach unten geklappt werden. Im geschlossenen Zustand zieht ein Elektromotor im Bügel die Scheibe straff. Die herausnehmbaren Dachteile und die klappbare Heckscheibe führen zu verschiedenen Konstellationen. Entweder fährt man komplett geschlossen, komplett offen, oder man öffnet wahlweise nur das Dach oder die Heckscheibe.

Bis zu 560 PS und 2011 auch elektrisch
Den Roadster gibt es mit einem 400 PS starken Sechszylinder-Boxermotor und einer Turbovariante mit 560 PS. Bei Porsche bekommt man beispielsweise den 911 Carrera S mit 385 PS und den Turbo S mit 530 PS. Serienmäßig geschaltet wird beim Ruf über ein Sechsgang-Getriebe, optional sind ein Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb erhältlich. Der Ruf Roadster rollt auf 19 Zoll großen geschmiedeten Aluminiumrädern. Als Basispreis nennt der Kleinserienhersteller 232.050 Euro. 2011 wird es überdies eine Auflage des eRuf geben. Das Elektrofahrzeug kann dann nach Angaben des Pfaffenhausener Unternehmens auch in der Roadster-Karosserievariante bestellt werden. Ein Preis hierfür steht noch nicht fest.

Bildergalerie: Klassischer Targa-Look