Iranischer Designer entwirft möglichen Unimog-Nachfolger

Welches Tier kommt im unwegsamen Gelände besser voran? Eine Schildkröte oder eine Ameise? Über diese Frage grübelte der Designer Siamak Ruhi Dehkordi in der iranischen Stadt Shar-e Kord, rund 500 Kilometer südlich von Teheran gelegen. Die Antwort war schnell klar: Eine Ameise krabbelt fast überall hin. Dieses Prinzip müsste sich doch auch aufs Auto übertragen lassen, dachte sich Dehkordi und entwarf das Mercedes Hexawheel Concept.

Auf allen Sechsen in die Natur
Der Name ist Programm: ,Hexa" steht im Griechischen für die Zahl sechs und so steht das Hexawheel Concept analog zur sechsbeinigen Ameise auf sechs Rädern. Als Besonderheit besteht die insgesamt 4,81 Meter lange Studie aus zwei Teilen mit jeweils 1,95 Meter Radstand. Die vordere Hälfte beherbergt eine Kabine für drei Passagiere, unter der sich der Tank befindet. Optisch erinnert das Führerhaus an einen ultramodernen Unimog mit Elementen der E-Klasse, des GLK und des SLS AMG. Im hinteren Teil befindet sich das aus C- und E-Klasse bekannte Dieselaggregat mit 204 PS, sowie ein Stauraum für bis zu 500 Kilogramm Gepäck. Das Leergewicht des Fahrzeugs soll 2,2 Tonnen betragen.

Klettermaxe mit Hydraulik
Das Mercedes Hexawheel Concept soll laut seinem Schöpfer sogar Würfel mit 1,50 Meter hohen Kanten bezwingen können. Möglich macht das ein sehr flexibles Chassis mit einem Hydrauliksystem, welches die Antriebskraft an alle Achsen weitergibt und sogar Bremsenergie speichern kann. Auf der mittleren Achse, dem Dreh- und Angelpunkt des Fahrzeugs, befinden sich ein großer vertikaler Hydraulikzylinder sowie zwei horizontale Zylinder. Das Fahrwerk kann aus der Normalposition heraus um 28 Grad angehoben und um 30 Grad abgesenkt werden. Der Wendekreis beträgt nur 5,5 Meter, da die Bewegung des Hinterteils analog zum Lenkeinschlag elektronisch gesteuert wird.

Bildergalerie: Iranische Auto-Ameise