Kommt die Limousine als Lancia nach Europa?

Erinnern Sie sich an Saratoga, Stratus und Sebring? Mit diesen Modellen wollte Chrysler hierzulande die Mittelklasse aufmischen, wirklich geklappt hat es nie. Der Sebring ist in Deutschland nur noch als Cabrio zu haben. Jetzt starten die Amerikaner einen neuen Anlauf.

Nummern statt Namen
Um nach den vielen Namenswechseln der Vergangenheit Ordnung zu schaffen, heißt die neue Limousine schlicht 200. Damit wird zugleich deutlich gemacht, dass der Wagen unterhalb des großen 300C angesiedelt ist. In Sachen Design diente die im Jahr 2009 gezeigte Elektro-Studie 200C EV als Vorbild. In den USA soll der neue 200 in der hart umkämpften Klasse der ,mid-size sedans" antreten, also mittelgroße Limousinen, in der bislang die Japaner die Nase vorne haben. Auch VW will ab 2011 ein entsprechendes Modell oberhalb des Jetta in den USA bauen. Optisch setzt der Chrysler 200 auf bekannte Elemente, so erinnert die Heckpartie mit LED-Rückleuchten an den Suzuki Kizashi. An der Front dominiert das geflügelte Markenlogo am großen Chromgrill.

Mehr Qualität
Zu den Abmessungen hält sich Chrysler noch bedeckt, stattdessen wird betont, dass man ein neues Niveau in Sachen ,Verarbeitung, Eleganz und Wertigkeit" erreichen will. Spezielles Dämmglas soll den Geräuschpegel innen reduzieren. Vom Innenraum existiert noch kein Bild, der US-Konzern verspricht aber ein neues Cockpit mit ,Soft-Touch"-Oberflächen. Motorenseitig stehen zwei Benziner zur Wahl: ein 2,4-Liter-Vierzylinder und ein Sechszylinder mit 3,6 Liter Hubraum. Beide Aggregate werden mit einer Vier- oder Sechsstufen-Automatik kombiniert. In den Vereinigten Staaten rollt der 200 noch im Jahr 2010 zu den Händlern. In Europa könnte die Chrysler-Mutter Fiat den 200 unter dem Lancia-Label verkaufen, inklusive eigener Dieselmotoren. Seit der Einstellung des Lybra im Jahr 2005 ist die italienische Marke nicht mehr in der Mittelklasse vertreten, der aktuelle Lancia Delta tritt gegen VW Golf und Co. an.

Gallery: Chryslers neue Nummer