Elektroauto mit Reichweitenverlängerer startet Ende 2010

Um Superlative ist General Motors nicht verlegen, wenn es um den Hoffnungsträger des Konzerns geht. Der Chevrolet Volt sei das windschnittigste Auto der Marke aller Zeiten und das erste in Großserie produzierte Plug-in-Elektroauto mit Reichweitenverlängerer. Nachdem der Volt in den letzten zwei Jahren auf fast jeder Automesse gezeigt wurde, steht nun die endgültige Serienversion am Start.

Ausschließlich elektrisch
Mit Nachdruck betont Chevrolet, dass es sich bei dem 4,50 Meter langen Volt nicht um ein Hybridfahrzeug handelt, da das Fahrzeug immer elektrisch fährt. Der Stromantrieb besteht aus einem 198 Kilogramm schweren, T-förmigen Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 16 Kilowattstunden. Dieser liefert seinen Saft an einen 151 PS starken Elektromotor, der das Fahrzeug antreibt. Der Batterieinhalt soll laut Hersteller je nach Rahmenumständen für 40 bis 80 Kilometer reichen. Sobald die Energie verbraucht ist, springt ein 1,4-Liter-Benziner mit 85 PS in die Bresche. Er läuft mit konstanter Drehzahl, um so den Elektromotor mit Strom zu versorgen. Dadurch kommt der Volt-Fahrer nochmals 500 Kilometer weit. Das maximale Drehmoment des Antriebs beträgt 368 Newtonmeter, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 161 km/h. Von null auf 100 km/h benötigt der Volt gut neun Sekunden. Über das Leergewicht schweigt sich Chevrolet noch aus.

Tanken an der Steckdose
Je nach Bedarf und Angebot kann der Öko-Chevy mit 120 oder 240 Volt aufgeladen werden. Hierfür bietet das Unternehmen auch eine Ladestation für die heimische Garage an. Mit 240 Volt ist die Batterie nach vier Stunden voll, zehn bis zwölf Stunden dauert es mit 120 Volt. Mithilfe des Computers oder einer Smartphone-Anwendung können die Volt-Eigentümer prüfen, wie weit bereits geladen ist oder den Ladevorgang starten, wenn günstiger Strom bereitsteht.

Platz für vier
Im Innenraum des Volt ist Platz für vier Personen, die Rücksitze sind im Verhältnis 40:40 umklappbar, da die Form der Batterie die Rückbank in zwei Zonen teilt. Zwei Sieben-Zoll-Monitore informieren den Fahrer über Dinge wie Geschwindigkeit und Reichweite. Für Unterhaltung sorgt ein Radio-Navi mit 60-GB-Festplatte in Verbindung mit einem Bose-Soundsystem. Ein interessantes Feature ist auch an Bord: Der Fahrer kann bei Bedarf verschiedene Geräusche aktivieren, um Passanten vor dem lautlosen Fahrzeug zu warnen. Entwickelt wurde dieser ,Alarm" gemeinsam mit dem US-Blindenverband.

Attraktive Preisgestaltung
Ende 2010 startet der Chevrolet Volt in den USA zum Preis von 41.000 Dollar, umgerechnet rund 29.400 Euro. Je nach Bundesstaat gibt es aber eine Förderung in Höhe von bis zu 7.500 Dollar. Wird diese in Anspruch genommen, ergibt sich ein attraktives Leasingangebot. Mit einer Anzahlung von 2.500 Dollar (umgerechnet 1.800 Euro) muss der Kunde über 36 Monate jeweils 350 Dollar zahlen, das sind gut 250 Euro. In Europa müssen Kunden noch Geduld bis Ende 2011 haben. Dann startet hierzulande nicht nur der Volt, sondern sein baugleicher Vetter, der Opel Ampera.

Das ist der Serien-Volt